Freitag, 30. April 2010

6.TAG


photography: copyright joerg lehmann

pulpo

pulpo
bellotta
jus of pork
wild baby shiso

Donnerstag, 29. April 2010

5.TAG


photography: copyright joerg lehmann

sun over vesterbro

creme of broncasse
wild broncasse
berries
rye bread
herring
cucumber


Mittwoch, 28. April 2010

FALSCHE EIER



photography: copyright joerg lehmann


sie treiben es zu weit. auch in dänemark schreckt man vor nichts zurück. auf der suche nach lachseiern für meine kochbuchproduktion, kommt mir dieses produkt vor die augen. auf den schnellen blick, handelt es sich um schöne rote lachseier. weit gefehlt! bei näherem hinsehen kommt die böse ernüchterung. in dem glas mit dem hübschen schwarzen deckel und der aufschrift CAVIART, befindet sich nichts anderes als eine sabberige masse von orangen kugeln, die aus folgenden elementen bestehen: algenextrakt, rapsöl, salz, antioxidaktionsmittel, stabilisator, konservierungsmittel, paprikafarbstoff und carmin. bravo! das schafft vertrauen in die firma JENS MÖLLER PRODUCTS. von hieraus eine grosse ohrfeige für diese gut gelungene kundentäuschung, wie sie im übrigen auch in deutschland und frankreich geschichte hat. wer analphabet ist frisst scheisse! (oder wer nicht lesen will muss fühlen/kotzen) ROTE KARTE, VOM PLATZ!

DÀHUAWÀNG


photography: copyright joerg lehmann


auch die chinesen haben schaumschläger
CHUINIÙ DÀWÀNG (das wäre der grosse schaumschläger) 

KIM DER CHEF


photography: copyright joerg lehmann

zu seiner bestandenen prüfung hat sich chef kim eine erinnerung gravieren lassen. hier kocht jemand mit herz!

4. TAG


porky

brest of pork
chestnut
maple sirop
roquette
cinnamon
pastinak
root of lakrish

photography: copyright joerg lehmann

Dienstag, 27. April 2010

3.TAG


one night in bangkok

limfjord oyster
green chili
ciboulette
fried garlic and echalotte
vinaigrette


photography: copyright joerg lehmann

Montag, 26. April 2010

2. TAG


memory lane

foie gras
rye bread
mure
demi glace of veal

photography: copyright joerg lehmann

Sonntag, 25. April 2010

JEDEN TAG ETWAS SCHÖNES: 1. TAG

chocolate sandwich

bread icecream
caramel of kondensed milk
chocolate sauce of sao tomé chocolate
bread chip

phototgraphy: copyright joerg lehmann

Freitag, 23. April 2010

MÄRCHENWELTEN

















photography: copyright joerg lehmann

pascale palun hätte eigentlich auch märchenerzählerin werden können. diese mysterische welt ihrer installationen fasziniert und lässt eine ungebändigte fantasie erahnen. aus stoffen, gelebten gegenständen, haptischen materiealien verzaubert sie sofort und lässt den betrachter ohne leitfaden in ihre visionen einsteigen. jedes benutze teil ist aus seinem kontext herausgenommen und in einen neuen gesetzt worden. der miniatur fahrradfahrer auf dem bilderrahmen, der ausgestopfte igel im holzkorsett. pascale pelun vergnügt sich fast kindlich mit drahtarbeiten und lichtobjekten, die welt anders und zeitlos erscheinen zu lassen. hier sind es souvenirs, dort fundstücke auf der strasse, die sie zur createurin des zeitlosen werden lassen. die stille, unaufdringliche poesie trägt viele emotionen; man möchte geradezu hineingleiten in ihren mikrokosmos, sich in ihrem atelier verstecken und nachts den kirchenglocken von avignon lauschen. wenn dann das gelbliche licht der strassenlampen durch die leicht gewellten fenster dringt, rufen sich romeo und julia liebesbekundungen zu, das ausgestopfte eichhörnchen springt von fauteuil zu fauteuil und die magie nimmt ihren lauf.

Mittwoch, 21. April 2010

DINER GARGANTUA


handgeschrieben


la vie est belle


meine skulpturenphotos wurden an diesem abend gezeigt - les nocturnes





eine "kleine" magnum 1966 - ganz grosses kino


held richard


leute leute


rosé 2000


chef jean-francois piege doziert




gerard liest les fleurs du mal von baudelaire



la vie est belle

photography: copyright joerg lehmann


was essen freunde von gerard depardieu, wenn es gilt, das neue haus einzuweihen? weder fingerfood noch sushi!  das DINER GARGANTUA war, wie es das wort verrät: gross! und derweil man im hause depardieu kleckern nicht mag, wurde am gestrigen abend mit superlativen nicht gespart. chef des hauses gerard lud seine freunde zu einem "DINER DE CHANTIER" ein, einem zwanglosen baustellen dinner. und seine noch nicht ganz hergestellte neue herberge im noblen 6. arr. hat einiges zu bieten. 

gleich vis a vis des "petites soeurs" (o-ton gerard), haben grosse köpfe ein ganz und gar einzigartiges haus gebaut, beladen mit poesie und bester handwerkskunst. der auch anwesende BERNARD QUENTIN (geb. 1923), hat hier ein lebenswerk geschaffen, seine brücke gebaut zwischen literatur und plastik, graffiti und skulptur. 
die 43 freunde des meisters hatten grund zum staunen. ahhhs und ohhhs waren nicht selten, nebst der anwesenden A-PROMINENZ ( MADEMOISELLE ISABELLA ROSSELLINI, BERNARD-HENRI LEVY und seine frau ARIELLE DOMBASLE, kunstsammler FRANCOIS PINAULT, weinkonsul MICHEL ROLLAND, grosswinzer BERNARD MAGREZ etc. staatschef NICOLAS SARKOZY und seine CARLA waren leider nicht an bord, aber angemeldet.

der wohl wichtigste mann des abend war eindeutig seine EXCELLENZ KELLERMEISTER RICHARD GEOFFROY, glücksbringer der champagnerfreaks weltweit, quasi der papst himself. er steht hinter der marke DOM PERIGNON, von der er folgende tropfen im gepäck hatte:

DOM PERIGNON 2000 ROSÉ
DOM PERIGNON 1995 MAGNUM
DOM PERIGNON 1976 MAGNUM
DOM PERIGNON 1990 MAGNUM ROSÉ - VINOTHEQUE
DOM PERIGNON 1966 MAGNUM

hier keine weiteren fragen, der stoff war wie, mehr oder nochmehr geht nimmer!

zum essen: am herd wunderbarte einer der "neuen" shootingstars der vie parisienne, JEAN-FRANCOIS PIEGE. jean-francois hat durch seinen wechsel vom HOTEL CRILLON - LES AMBASSADEURS, zum THOMIEUX HOTEL (costes) den richtigen sprung gemacht und brilliert zur zeit mit bistrostyle. das wird sich ändern, so er selbst, da im ersten stock des hauses am gastronomierestaurant gebastelt wird. gestern abend war aus intimen kennerkreisen zu hören, dass das gleich folgende GARGANTUA MENU bereits zur ausstellung von LOUIS XIV im schloss von versailles geboten wurde. ganz im sinne des sonnenkönigs, gab es tatsächlich eine menufolge, die ich so noch nie erleben konnte:

DÉGUSTATION DE TERRINE - 

TERRINE GASCONNE, BOUDIN NOIR, FOIE GRAS

1ER SERVICE SUR TABLE -
 
OEUF EN MOUSSELINE/CORAIL D´OURSIN
PETIT PATÉ EN CROUTE Á LA BOURGOISE
ASPERGE VERTE EN VINAIGRETTE VERSION 2010
ASPIC DE HOMARD BLEU EN CHAUD ET FROID

2EM SERVICE LES POTAGES -

BISQUE DE CRUSTACÉS DE NOS COTES EN INFUSION D´HERBES
ASPERGES D´ARGENTEUIL EN FIN VELOUTÉ, PARMESAN

3em SERVICE LES ROTS ET LES ENTREMETS -

ÉPIGRAMME D´AGNEAU  LES GIGOTS AU FOUR EN CROUTE /LES ÉPAULES EN PERSILLADE / COTELETTES AU GRILL / LA SELLE EN HATELET
VOALAILLE DE BRESSE EN VESSIE AUX MORILLES
SAUMON AU SEL/CHAMPAGNE
SALADES ET HERBES EN FEUILLE D´OR
PETITS POIS À LA FRANCAISE
SOUFFLÉ AUX MORILLES

FROMAGE/DESSERTS/CAFÉ

dann will ich mal hoffen, dass mein kumpel noch ein paat häuser baut und einweiht ;-)

" on mange, on s´aime et on s´en va

Montag, 19. April 2010

BEITRAG 400 - LARGER THAN LIFE



eine ladung parma bitteschön




stoffservietten, stringend gebügelt 




die namengebende fontaine




viel wein vom pape clément




die poularde ohne wenn und aber, sie lebt wie sie war




...




ein kleine douceur: profiterolles mit eis






o-ton: "das habe ich gerade aus calais mitgebracht. besser als die blonde d´aquitaine"

photography: copyright joerg lehmann


en direct. in der FONTAINE DE GAILLON, home made cooking à la GERARD DEPARDIEU, kommt nichts unnötiges auf den teller. kein an und bei, unter oder drüber, noch blingbling und daneben. auf den ersten blick mag man sich fragen, wo hier der besuch gerechtfertigt ist. der verwöhnte pariser metropolengast, massakriert von avant und après desserts, endlosen amuse bouches oder gar, wie in deutschland, den famosen, langeweiligen grüssen aus der küche ...
hier, nichts davon. die bresse poularde kommt mit ein paar kartoffeln und etwas sosse, der parmaschinken etwas ungeordnet und sowieso, alles en direct auf den teller. der geschmack, ohne wenn und aber, eine poularde ist eine poularde und ein lamm ein lamm. in diesem theater wird nicht bob wilson gegeben, gourmandiese theater ohne effekte, doppelte böden und bühnen akrakadraba. auch der service besticht durch eine nonchalante, latente anwesenheit und kann ohne anbiederung (wie hat es den herrschaften geschmeckt??? ) den abend begleiten. von diesen institutionen gibt es nicht viele. das restaurant ist dem meister nicht ganz unähnlich. 

DEPARDIEU, obelix und bergerac, mammuth und dumas, ist grösser als das leben, und so ist sein essen: gewaltig und ohne make up.