Donnerstag, 3. Juni 2010

FREIE EIER BRAUCHT DAS LAND


franzosen bauen nicht nur tgv und airbusteile. mit dem terroir nimmt man es ernst ...

photography: copyright joerg lehmann


odette hat ein paar hühner. irgendwo im westen frankreichs, da wo die seine sich in den atlantik ergiesst, scharren sie, frei wie die gedanken, auf normannischem boden herum. auch odette muss sich den europäischen regeln unterordnen, und den hauseigenen eiern eine herkunftsbezeichnung geben. schneller gesagt als getan. warum für ihre 14 hühner eine stempelmaschine kaufen, wenn es doch handschriftlich geht. der bleistift ist schnell gespitzt und schon vor dem anbruch des tages sind die eier mit den brüsselner regeln versehen. flexibilität ist das zauberwort im lande voltaires, wider den regeln und ihrer strikten ausführung. et c´est bon comme meme!
wie leicht zu sehen, steht auf obigen landeiern ein F. in diesem falle natürlich für frankreich. sollten sie beim eiershopping auf dem biomarkt bezeichnungen wie DDR oder SU sichten: ruhe bewahren, nicht anfassen und schon garnicht essen! die könnten unter den gegebenen umständen nicht frisch sein und schon garnicht von jungen, glücklichen hennen.
eher unbedenklich sind folgende kennzeichen:

NF neufundland
HP hinterpommern
LL legoland
BN blankenese (südlicher teil)
FL fantasialand
RP rio plata (könnten schlangeneier sein - etwas länger, bis zu 34cm!)
DR dreamländ 
ML mallorca  (hier nur die vom hamburger berg)
KZ kanton züri - nicht lange haltbar



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