Dienstag, 23. Februar 2010

DER ANDERE DUMAS




photography: copyright joerg lehmann

l´enfant terrible des französischen kinos ist und bleibt GÉRARD DEPARDIEU. wenn es ihn nicht geben würde, müsste er erfunden werden oder das laufende bild der gallier wäre unvollständig.
ich frage mich immer, ob er eigentlich spielen muss oder einfach nur er selbst ist, in allen erdenklichen facetten dieses sehr komplexen menschen. er bleibt die erstaunlichste person, die ich in meinem leben treffen durfte und mit der ich einen austausch pflege, der mich glücklich und inspiriert zurück lässt. 
seit zwei wochen ist er wieder auf der leinwand, in all seiner kraft und überzeugung. ALEXANDRE DUMAS hätte hier einen freund in ihm gefunden, würde er heute noch unter uns sein. der film L´AUTRE DUMAS erzählt das wirre verhältnis von dumas mit seinem schattenschreiber maquet, der sich, um der schönen charlotte zu gefallen, als dumas ausgibt. im paris der revolution (1848) ensteht eine scharfe auseinandersetzung der beiden, die zum bruch der langen freundschaft und zusammenarbeit führt ...
depardieu spielt dumas, der grossartige benoit poelvoorde seinen assistenten maquet. wunderbare bilder wechseln sich ab mit humor und revolutionären dramen. auf die gute unterhaltung und die excellente photographie angesprochen, schoss es aus ihm heute morgen in unserer unterhaltung wie ein pfeil heraus: " ... et les femmes!!!!!!!!!!!!!!! ..."  in der tat, mit etwas abstand betrachtet, war mir vor lauter geschichte und bildern völlig entgangen, welch grosse rolle die frauen in diesem film spielen. sie sind die helden dieses epos: charmant, stark, wunderbar, schön wie der himmel und unfassbar - genauso wie wir es mögen - und besonders gerard ;-)
FILM: sehenswert 

Kommentare:

  1. Ich liebe Gérard Depardieu schon seit meiner Jugend. Ich liebe alles französische, fast alles, obwohl ich Italienerin bin.

    AntwortenLöschen
  2. naja, das möchte ich auch gern behaupten können ;-( wenn man wie ich seit 18 jahren in paris ist, fängt der putz schnell an zu krümeln und die grande nation ist aus der nähe auch nicht besser als ihre nachbarn. beim essen allerdings sind die italiener und die franzosen den deutschen immer noch jahre voraus. nicht das die deutschen nicht kochen können, sie essen leider nicht wie wir hier und sind oft reine techniker, ohne die nötigen emotionen. an, bei drauf und drunter neben dreierlei von weiss ich was, blabla. immer wieder werde ich mit dem problem konfrontiert, das die germanen keine foie gras mögen, keine froschschenkel und viele andere sachen vor den sie sich offensichtlich ekeln. die franzosen haben andere fehler. wie sagte kürzlich der taxifahrer: chaqu´un sa merde

    AntwortenLöschen
  3. Was heißt das, ich kann leider kein französisch? Emotionen gehören zum Gericht wie das Salz. Ich glaube auch, dass der Italiener einfacher gestrickt ist als der Franzose. Das sieht man am deutlichsten in der Küche. Der Italiener kann improvisieren. Beim Franzosen muss alles ewig köcheln und schmoren, bis enie Esenz von einer Esenz herauskommt.

    AntwortenLöschen
  4. ja, die saucenkönige. aber nicht alle köcheln. viele junge sind dabei die küche zu entstauben. wobei das einfache bekanntlich das schwerere ist.

    AntwortenLöschen