Samstag, 9. Januar 2010

ZUCKERROHR


das zuckerrohr in seinem originalzustand

photography: joerg lehmann

es kommt aus polynesien und wird seit jahrhunderten in indien in der landwirtschaft genutzt. dieses "kolonialprodukt" war zu damaligen zeiten äusserst rar und nur vermögenden menschen vorbehalten. das ersatzprodukt, wie auch heute noch, war immer der honig. dann irgendwann, schleppten die kreuzfahrer das zuckerrohr in europa ein und die protugiesen brachten es nach brasilien. in dem sog. "zuckerzyklus" der kolonalisationsgeschichte brach nun die traurige zeit der skalverei an. tausende wurden lebendig oder halb tod nach amerika verschleppt, um als billige arbeitskräfte die harte erntearbeit zu leisten. auch heute noch kommt der "stoff der träume" aus vielen armen ländern und die verarbeitung ist sicherlich nicht einfacher geworden. die arbeit in den feldern ist physisch extrem anstrengend, begleitet durch hohe luftfeuchtigkeit und temperaturen in den anbauländern. eines der anderen grossen probleme ist die schiefe lage der marktsituation. der rübenzucker wird von der europäischen union als exportgut subventioniert und drittweltländer sind dadurch nicht konkurrenzfähig. also, zeit zu handeln!

ich versuche meinen zuckerkonsum auf ein minimum zu begrenzen. allerdings ist er überall, als geschmacksträger und unerlässliches element beim kochen. was wäre die heiss geliebte creme brulé ohne zucker, oder das brioche, oder die selbstgemachte aprikosenmarmelade? im tee oder im café allerdings: njet. auch kommen bei mir keine industriekekse, kartoffelchips, fruchtsäfte, coca cola und andere nestlé-schweinereien in meinen körper. wir leben nur einmal! grund genug bewusst zu essen und den alltäglichen supermarktmüll nicht anzufassen.

1 Kommentar:

  1. Das ist ja wirklich interessant! Gut zu wissen. Danke für diesen Beitrag.

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