Freitag, 8. Januar 2010

LA BOURGOGNE - EIN WINTERMÄRCHEN


chambertin clos de beze



das kreuz von romanee conti



chambertin clos de beze















montrachet

photography: copyright joerg lehmann


philipp der kühne (1363-1404) muss in den wintertagen kalte füsse bekommen haben. er war der erste herzog vom burgund und erkannte die kommerzielle bedeutung des weines. seine intelligenz zu diesem thema wird besonders durch sein verbot des düngens der weinberge manifest, offensichtlich waren die erträge zu hoch. beim näheren hinsehen hat das mittelalter viel leid gebracht, aber auch grosse männer wie philipp den kühnen. 
welchem politiker würde man heute den beinamen "der kühne" oder "der mutige" geben? welcher mächtigen person würde man heute mit würde gegenüber treten, die sich verdient macht um unsere umwelt, unsere luft, die weinberge oder die landwirtschaft???

uns bleibt eine schöne winterlandschaft in dieser zeit. an der cote d´or und in manchen ecken könnte man meinen, seit dem kühnen herzog hat sich hier nicht viel verändert. verschlafen liegen orte wie chambolle-musigny an den waldhängen, uralte reben sind mit weissen zuckerhauben bedeckt und kein mensch weit und breit. wie durch eine zeitmaschine in eine ferne zeit versetzt, liegt diese wunderschöne stück erde verschlafen da. und dann, lange geträumt und zur realität geworden,  entweicht sanft der korken einer grossen flasche burgunder, rubinrotes blut aus pinot noir oder goldener rebsaft aus chardonnay. was könnte grösser sein? jetzt, möchte man mit dem herzog am warmen kamin sitzen. draussen schneestürme und drinnen gespräche über kaiser PROBUS, die MEROWINGER oder die benediktiner mönche von cluny. so oder anders könnte es gewesen sein ...

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