Freitag, 1. Januar 2010

BAUMKUCHEN


hier ein exemplar aus einem departmentstore in tokyos ginza district. geschichteter teig, mit schokolade übergossen.

photography: copyright joerg lehmann

den baumkuchen darf man wohl zu den gebäckkünsten zählen, die zuhause nicht realisierbar sind (es sei denn der hobbybäcker ist dementsprechend ausgestattet). 
während in japan jeder dieses urdeutsche kuchenkonstruktum kennt (in japanisch ausgesprochen BAUMKUHEN), habe ich ihn in deutschland noch nicht oft sehen können.
wie bei vielen rezepten, sind sich die cronisten nicht wirklich einig, wo er seine wurzeln hat. die einen behaupten es passierte italien, die nächsten es sei ein französischer emigrant gewesen etc.. schenken wir mal der stadt SALZWEDEL den glauben, dass es hier dort gewesen ist, oder zumindest er hier seine hochform oder finition erreicht hat ( salzwedel/baumkuchen ).
konditor schernikow soll von unserem kaiser wilhelm als hoflieferant auserkoren worden sein, so die salzwedeler stadtgeschichte. aber es muss auch dem grafen bismark gefallen haben, wie ich kürzlich in einer französischen gazette entnehmen konnte. wie auch immer, die zeiten stehen gut, es ist winter und somit anlass genug, in ein stück geschichte zu beissen. bon appetit!


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