Samstag, 31. Oktober 2009

IM RAUSCH DER FARBEN - GAILLAC







photography: copyright joerg lehmann


gaillac zählt zwar zu den ältestesn weinbaugebieten frankreichs, lebt aber im schatten der grossen und bekannten apellationen. demnächst hier auf dem blog eine dégustation eines sehr speziellen weines aus diesem gebiet. zunächstmal eindrücke aus der region: 
seichte hügel zeichnen das landschaftsbild, farbige weinberge scheinen im unendlichen zu verschwinden. rosa backsteinhäuser zwischen albi und gaillac, mittelalter überall. überdimensionierte gotteshäuser legen zeugnis ab, über die macht der hirten des heiligen vaters. fast toskanische silhouetten werden zu pastellen mit zypressen im ersten morgenlicht. paris ist ferner denn je, gute 8 stunden benötigt man auf dem gleis zur metropole. 

Freitag, 30. Oktober 2009

ROOM 311


photography: copyright joerg lehmann

blick auf die cathédrale ste cécile und die pont vieux

30.10.2009, 18:12

HOTEL MERCURE ALBI BASTIDES
41, bis rue porta
81000 albi
tel.:00335.63.47.66.66
www.mercure.albi@wanadoo.fr

das hotel war im 18. jahrhundert eine getreidemühle. in dieser zeit wahren cirka 2000 mühlenräder an der tarn im saft. gemahlen wurde aber nicht nur getreide. es gab ölmühlen, papiermühlen und sogar cidre- und kartoffelmühlen, die alle zur industriellen entwicklung der region beitrugen.

ROOM 6


photography: copyright joerg lehmann


30.10.2009, 06:32

HOSTELLERIE DU VIEUX CORDES
21, rue st. michel
sommet de la cité
81170 cordes sur ciel
tel.: 00335.63.53.79.20
www.hostellerieduvieuxcordes.com

Donnerstag, 29. Oktober 2009

ROOM 14


photography: copyright joerg lehmann


29.10.2009, 06:51
HOTEL/RESTAURANT DU CHENE
64250 itxassou
baskenland
00335.59.29.75.01

Dienstag, 27. Oktober 2009

AUF DEM LANDE ... lalala
















photography: copyright joerg lehmann


wovon träumen wir in diesen tagen? morgennebel, tau, goldene blätter, terroir, unterholz, quitten, äpfel, nüsse, frische brise, abende am kamin, tiefe rotweine, pilze, kastanien, spinnenweben, weinreben in rot, schnaufende kühe, birnen in rotwein, eintöpfe, stille im wald, wildschweine, rehe, fasanenpärchen, feuer, feuchte wiesen .................................................küsse im herbst!

Montag, 26. Oktober 2009

ROOM (la chambre verte)


26.10.2009,  08:16 - blick aus dem grünen zimmer auf das gegenüberliegende schloss von montmirail
das schloss von montmirail befindet sich auf den fundamenten eines noch älteren chateau aus dem 12. jahrhundert und wurde später an die princesse de conti (tochter von louis XIV) verkauft.
besonderheit: in den gemäuern befand sich seinerzeit der grösste "garde manger" der region (perche). im mittelalter kannte man natürlich keine kühlschränke, musste aber das wild den winter über aufbewahren, ohne das es schaden nahm. so schichtete man in einem art brunnen stroh und eis (immer abwechselnd) übereinander und konnte somit lebensmittel über monate haltbar machen.

photography: copyright joerg lehmann


MAISON CONTI
chambre d´hotes de charme
2, place de l´église
72320 montmirail
tel.: 00332.43.93.35.26
www.maisonconti.com
info@maisonconti.com

Samstag, 24. Oktober 2009

CHATEAU D´YQUEM - mindestens einmal im leben!



meine kiste 1990er. wann darf der korken aus der flasche? wieviel geduld muss ich haben??

photography: copyright joerg lehmann


wie macht man aus einer weinrebe ein glas sauternes, oder warum ist die ausbeute nur 8 hectoliter aus einem hectar? die antwort: weil man einen chateau d´yquem erzeugt, und der hat seine ganz eigene art zu entstehen.
die hundert hectar dieses weltberühmten chateau befinden sich 40 kilometer süd-östlich von bordeaux und stehen im süssweinsector über allem was sich sauternes oder barsac nennt.  nicht nur das einem mosaik gleichende terroir (hier können bis zu vier verschiedene böden eine parzelle bilden), auch die geografische lage ist ideal. 
das "yquemhügelchen" ist eingezwängt zwischen den millionen von pinien auf armen sandböden bis nach biarritz und den zu reichen böden unten an den flüssen garonne und ciron. die nebel nun, kommend aus den pinienwäldern und den beiden flüssen, lassen auf den sémillontrauben (80%) und sauvignontrauben (20%) den sog. "noblen pilz" (pourriture noble) erscheinen. damit aber nicht genug, der pilzbefall lässt die trauben perforieren und ein in dieser region typischer wind trocknet nun die kleine früchte aus, von der sonne mit licht und wärme verwöhnt und lässt die beeren zu hochkonzentrierten zuckerbomben werden. 
es verbleibt eine nicht ansehnliche schrumpelbeere, die von hand in teilsweise bis 10 durchgängen von weinlesern geerntet wird. dieses durchgänge können 2 monate andauern oder auch mehr. je rebe wird einzeln angelaufen und jede beere einzeln in die hand genommen.

flaschen dieses seltenen und kostspieligen rebsaftes erreichen auf auktionen sehr hohe preise und sind somit spekulation und fantasiererei ausgesetzt. nicht alle jahrgänge gelingen, nicht jedes jahr gibt es einen grossen yquem (1992). das von allen gepriesene jahr 2000, war im restlichen bordelais ein grosses, im sauternes ein eher kleines jahr.

ich habe im letzten jahr eine von meinen 1990er getrunken und mit meinen freunden ein grosses moment erleben dürfen. aber dennoch war ich etwas enttäuscht, vielleicht ist die erwartung grösser als der wein es leisten kann, vielleicht war er mit 18 jahren auch zu jung.
ich erinnere mich gut an einen abend vor einigen jahren auf dem CHATEAU COUTET (nebenan im barsac). bei einem privaten dinner im chateau kam als abschluss eine CUVÉE MADAME auf den tisch, die meine vinöse festplatte zum explodieren brachte. noch niemals im leben hatte ich einen derartigen wein trinken dürfen. die honig und toastaromen sind heute noch auffindbar in meiner erinnerung. das leere glas drohte förmlich zu bersten vor aromen. wenn ich mich recht erinnere war die flasche von 1976 oder 1967. whatever :-)

was isst man dazu? ein frage viele antworten. in frankreich wird sofort die foie gras aus dem kühlschrank geholt, andere lieben roquefort oder ähnlich prominente käsesorten. versuchen sie es mal nur mit etwas nussbrot, c´est tout et ca suffit!

WALNUSS


dieses knuffige model bringt es immerhin auf 5,5 cm!


photography: copyright joerg lehmann


alexander von humboldt sah den walnussbaum so:
"habt erfurcht vor dem baum, er ist ein einziges wunder"

man sagt, dass die walnuss ein ein traditionelles mittel zur unterstützung der gehirnfunktionen sei, ebenso eine ideale nervennahrung, sie fördert die leistung im gedächtnis, ist gut gegen konzentrationsschwächen und kopfschmerzen.
der walnussbaum ist vielfältig und es finden sowohl das holz (sehr gefragt), als auch die blätter und die grüne schale verwendung.
dem walnussbaum gilt als baum der standhaftigeit und fruchtbarkeit. seine reise trat der baum über persien, zentralasien und china an. landete dann in griechenland und reiste römischen reich bis nach gallien.
in unserer heutigen nahrungskette tritt die walnuss sehr heufig in erscheinung (walnussöl, weihnachtsgebäck, eingelegte nüsse, müsli etc.). mit apicius hielt sie auch in einem der ersten kochbüchern der welt einzug (de re coquinaria).

der volksmund sieht die walnuss so:

was unterm nussbaum wächst, taugt nichts
wer die nuss will, biegt den zwei um, wer die tochter will, geht um die mutter herum
nussbäume und faulenzer liefern ohne schläge keine früchte
5 walnüsse täglich halten die arterien frei
ein taube nuss

in frankreich heisst es, dass die nüsse oder nussblätter, die zu heilzwecken verwendung finden, zu johanni (24.6.) gesammelt werden müssen

die obige walnuss erwarb ich von einer bäuerin aus dem alten land, die im altonaer bahnhof einen kleinen stand hat. die grösse ist aussergewöhnlich und den geschmack der noch etwas feuchten und frischen frucht, würde ich als süsslich grün bezeichnen. beim photographieren lief mir unentwegt das wasser zusammen, beim anblick dieses kleinen freudemonsters.



Freitag, 23. Oktober 2009

ALBA OPÉRA HOTEL



photography: copyright joerg lehmann


wer war hier der prominenteste gast? natürlich LOUIS ARMSTRONG! der verbrachte ein ganzes jahr von 1934-1935 in dieser versteckten herberge, südlich von pigalle (SOPI).
das schon seit 1902 existierende haus ist seit 2 jahren in den händen von jungen hoteliers, die eigentlich keine waren. als quereinsteiger und nicht "fachmann" machen sie ihren job aber gut.
der eine, zuständig für die poesie im haus, der andere für das finanzielle und die public relation.
das alba opera ist eines dieser aubergen, die man nicht auf den grossen boulevards mit reisebussen vor der tür findet. es ist sehr versteckt und auch im vorbeilaufen nicht sofort als hotel erkennbar. abgelegen in einer kleinen sackgasse, südlich von monmatre, möchte man sich hier verstecken oder für ein wochenende nicht mehr da sein (ich bin dann mal weg). 

das ambiente ist betont locker aber professionel im ablauf. es wird wert darauf gelegt, dass es sich nicht um ein boutique hotel handelt (definition?), aber um einen ort des zusammentreffens von kultivierten menschen. diese können sich in der kleinen charmanten bar treffen oder im sommer den schatten des patios geniessen. die zimmer sind individuell aber einfach, kein luxus genre champs-elysée, eher relativ grosse zimmer mit eigensinniger gestaltung. grosse künstler sind aber auch nicht am werk, die beiden eigner mischen eher gekonnt, alltägliches mit bizarrem, oder banales mit photographien aus zeitschriften.
perfekter ort für leute, die keinen eindeuitigen luxus wünschen, aber romantische tage in paris verbringen möchten. ganz in der nähe die rue des martyrs mit ihren wunderbaren fressläden und montmatre in sichtweite.
zimmer je nach saison von 120-210 euro

HOTEL ALBA OPÉRA
34ter, rue de la tour d´auvergne
75009 paris
metrolinie 2, stationen pigalle oder anvers
tel.:00331.48.78,80.22

Donnerstag, 22. Oktober 2009

DIE UFER DES GLÜCKLICHSEINS


die 15 freunde tranken das hier aus, und noch etwas mehr ( keine genaue erinnerung meinerseits...)



es gibt einladungen im leben, die sagt man lieber nicht ab! geburtstagsfeiern mit freunden und familie, hochzeiten mit wilden gästen am bauernhof oder im palast des königs, das diner bei anna und henning, ein grosser chef bittet zu tisch, mutter winkt zum café auf der terrasse und und und.
vor einigen wochen kam dann wieder so eine mail ins haus, die vielversprechend klang und unter keinen umständen verlorengehen durfte. masterssommelier HENDRIK THOMA lud zum "gemütlichen probieren von weinen unter freunden" ein.  bedingung war allerdings ein mitbringsel in form einer kleinen magnumflasche. geschrieben und getan, wanderte ich am letzten sonntag von blankenese aus, begleitet von tausenden anderen hamburgern richtung övelgönne, immer am fluss entlang, zum rdv des amis. keiner meiner nichtwissenden mitwanderer konnte allerdings ahnen, wo mich mein weg hinführen sollte, und das war auch gut so. 
punkt vier stand ich dann vor dem "kostprobenmeister" in einem kleinen säälchen über der strandperle. hätte ich geahnt, dass ich hier im jahre 2009 so einen abend verbringen würde, als ich vor 20 jahren unten im sand, also am spülsaum der elbe, das holstenbier in der linken und die zigarette in der rechten hand hielt.
die fröhliche trinkerrunde an diesem nachmittag waren 15 junge geniesser, davon 2 weiblichen ursprungs (hendriks süsse assistentin stefanie und die ebenso lustige köchin cornelia poletto aus dem nordischen eppendorf).
währenddessen: das blau der elbe schob sich sanft von ufer zu ufer, mit containern beladene grossraumkisten schipperten wer weiss wo hin und neidische biertrinker unten am strand, kratzten ungeduldig im sand, wissend, dass sie leider nicht dazughörten.
dann: der irische musiker, dessen namen mir leider entfallen ist und zwischen rock und hans albers (der heisst doch so, oder?) die vollen/leeren gläser mit musik füllte, heizte die sucht nach aromen und floralischen erlebnisse derart ein, dass man mühe hatte, die "ernsten" degustationskommentare von sommelier x und notar y auseinander zu sortieren. 
nach 9 stunden und gut 18 magnums, waren alle glücklich und ich kann nur hoffen, dass die 35% steigung hinauf zur elbchaussee keine flecken auf den gebügelten hosen hinterlassen hat.

hinterlassen hat hendrik allerdings freunde, die diesen abend nicht vergessen werden und auch der nächsten einladung strikt folgen werden! wann war noch dein nächster geburtstag?
MERCI!

Dienstag, 13. Oktober 2009

PARIS 9arr.




ris de veau mit steinpilzen




st. pierre mit kohlrabi




onctueux chocolat et parfait glacé praliné

photography: copyright joerg lehmann


hier will ich nicht wieder weg! die sitzbänke im matten rot, durchgend und cosy, die dekoration néo-normannisch oder besser gesagt canadian countrystile. ich bin im restaurant JEAN. die küche von anthony boucher am herd und seiner amerikanischen kollegin alison johnson bei den süssigkeiten, ist zeitgemässes terroir auf modernem hohen niveau. hier gibt es noch hauptdarsteller auf dem teller, deren rolle nicht von anderen streitig gemacht wird. so hat der st. pierre seinen logenplatz auf den feingeschnittenen kohlrabischeiben, einem shizublatt und einer leichten sauce von piment und arganöl. 
der opernsänger nebenan am tisch findet seine stimme und dem älteren herrn vor mir mit seiner jungen prinzessin, funkeln die augen. hier am tisch 21 (insider appellation) erfahre ich mein mittagsglück mit perfekter aussicht auf das geschehen im saal und einem prüfenden conciergeblick auf die rue st. lazare.
die weinkarte bietet überraschungen wie einen chateau rayas 2000 für 198 euro.

restaurant JEAN
8, rue st. lazare
75009 paris
www.restaurantjean.fr
metrolinie 12, station notre dame de lorette
tel.: 00331.48.78.62.73
geöffnet montag bis samstag, mittags und abends

Freitag, 9. Oktober 2009

BIG APPLE



photography: copyright joerg lehmann


es ist ja wie immer. bei der recherche über ÄPFEL im internet, sind sich alle einig. der eine behauptet sie kommen vom tigris, die nächsten aus dem kaukasus. dann wird gesagt er ist in japan geboren oder am himalaya. 
gut, wie auch immer, tatsache ist, das er der gesundheit gut tut und und aus unserem speiseplan schlecht wegzudenken ist. von den langweilgen modellen, die nur nach wasser schmecken mal abgesehen, ist die säure für mich ein grund ihn anzubeissen. 
als gesundmacher ist er träger von über 30 mineralstoffen, spurenelementen und kalium. schälen sollte man ihn nicht, da 70% der vitamine in der schale stecken. sie enthält eisen, magnesium, ungesättigte fette, bioaktive substanzen und viel vitamin c.

mein lieblingsrezept für kalte herbst oder wintertage: bratapfel

die äpfel ausstechen und mit gehackten mandeln, butter, rosinen, etwas rhum, gehackten nüssen und wenn man mag mit etwas geriebener ornagenhaut füllen. das ganze in einen römertopf oder eine auflaufform und ab in den ofen. nach sichtkontakt ziehen lassen.
dazu pass natürlich eine selbstgemachte heisse vanillesauce oder warum nicht ein eis.
ich empfehle boskop oder andere eher saure apfelsorten, sie werden weniger mehlig und haben mehr drive.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

"ET IN VAL DE LOIRE EGO"



















photography: copyright joerg lehmann


... "auch ich war im loire tal" - im original: "et in arcadia ego" - auch ich war in arcadien. für VERGIL war ARKADIEN das land, wo die dichtung ihren ursprung und ihre heimat hat und somit auch die imaginäre heimat eines jeden dichters ist. im barock und in der renaissance war die griechische landschaft arcadien zum symbol des goldenen zeitalters geworden, in dem menschen als glückliche hirten im einklang mit der natur lebten und sich ganz und gar der musse, liebe, dichtung und musik hingaben.

zeitsprung: auch in frankreich gibt es ein arcadien. die noch im unterlauf wilde LOIRE ist für mich das seitenverkehrte herz des ehemaligen königreiches. wilde auen, dunkle wälder, romantische schlösser und ihre gärten, geben zumindest vor, das es noch immer orte gibt, an denen man sich romantischen momenten hingeben kann. seichte weinlandschaften zwischen TOURS und ANGERS zeichnen die ufer des flusses, gezirkelte schlossgärten zeugen von den follien der französischen aristokratie. sie wussten sehr wohl, warum sie gerade hier ihre steine zu architektonischen träumereien zusammenfügten. die jagdgründe sind masslos und die trauben süss. 
an der loire spielt die CHENIN BLANC traube die erste geige. sie ist für mich, neben riesling, die edelste weissweinfrucht und erzeugt eine sensorielle maximalfreude (nicht nur als trocken ausgebauter weisswein, auch beispielsweise als VOUVRAY oder COTEAUX DU LAYON im süsswein segment). die roten werden geprägt durch CABERNET FRANC, der hier so richtig fahrt bekommt und sich vor dem grossen bordelaiser bruder nicht verstecken muss. 

heute muss man nicht mehr könig sein, um seinen vierspanner an der auberge anhalten zulassen. von denen gibt es reichlich in flussnähe. auf knatschenden parkettböden schreitet man, auf dem wege zum reservierten tisch, das restaurant ab (umgeben von gemälden von louis soundso oder francois diesunddas, allesamt potentaten oder untertanen irgendeines königs).meterhoch hängen sie da, die portraits der weissen lockenköpfe (de l´époque) und in allen ecken stehen bibliotheken, beladen mit schlauem und antikem. die noblen herbergen sind mit allem ausgestattet, was der höfische zeitgenosse erwartet, kamine gross wie unsere wohnungen, hundemeuten für die hetzjagd, fürstlich sortierte weinkeller mit ebenso fürstlichen bouteillen und angeschlossenen gärten, in denen man sich fragt, warum das leben so kurz sein muss und das bankonto so klein. 
kulinarsich gesehen ist das loiretal mit seinen zahlreichen RELAIS ET CHATEAUX herbergen eine der besten adressen des landes. nicht weit vom atlantik spielt fisch eine grosse rolle. austern werden gegessen wie in deustchland müsli und wild ist sprichwörtlich in aller munde. besonders gefällt mir das oben zu sehende gericht "géline en demi-deuille" (géline in halbtrauer). die GÉLINE DE TOURAINE ist ein lokales federvieh ganz besonderer art. festes fleisch zergeht auf der zunge wie eine vorrüberziehende schäfchenwolke. unter der haut lauern trüffelscheiben, die den genuss zur imperialen ekstase werden lassen, eben wie dichtung, musse oder musik.