Samstag, 29. August 2009

CA COMMENCE


photography: copyright joerg lehmann


die weinernte im cote du rhone hat begonnen. weit hinter dem mont ventoux geht die sonne auf. es ist morgens um 7:01 am 29.08.2009. der mistral fegt unerbittlich durch das rhonetal und seine weinberge. in den kaminen der schlösser pfeift es, die bäume strecken sich und der goldene sandstaub knirscht zwischen den zähnen der leser. die winzer grinsen glücklich, die trauben haben süsse und man hofft auf einen schönen tropfen in diesem jahr.

Mittwoch, 26. August 2009

KOYA-SAN


shojoshinin


shojoshinin


irgendein grosser papillon


okunoin - der friedhof


okunoin


konpondaito pagoda


konpondaito pagoda


kongobuji


kongobuji


kongobuji


jokiin


garan


garan


fumnin

copyright: photography joerg lehmann


wer sich also nicht mit einem besuch eines japanischen hotels in hamburg zufrieden geben möchte, dem sei diese adresse empfohlen: das original!

unweit der zweit grössten metropole des landes befindet sich eine der heiligsten stätten des inselstaates. man nehme die NANKAI ELECTRIC RAILWAY am bahnhof NAMBA im centrum OSAKAS und lasse sich gemütlich bis zum bahnhof GOKURAKUBASHI durch die provinz schaukeln. dort wartet eine standseilbahn, die den besucher in ca. 5 minuten in die bergkette des KOYA-SAN hochzieht. sollte der werte reisende, wie ich es tun musste, im juli in japan herumreisen, so sei ihm diese destination unbedingt ans herz gelegt. die temperatur in osaka noch nahe dem siedepunkt, ist hier um ca. 10 grad kühler.

KOYA-SAN wurde ca. vor 12hundert jahren von mönch KUKAI (auch bekannt als grossmeister kobo-daishi) gegründet, um esoterischen buddhismus zu studieren und zu praktizieren. heute ist KOYA-SAN insbesondere bekannt als hauptquartier der SHINGON-SCHULE (geheime lehre oder geheimer buddhismus).
besonders sehenswert und einmalig in der welt ist der grösste friedhof japans, in dessen areal sich das mausoleum des KUKAI befindet. ein morgendlicher spaziergang durch gigantische bäume und tausende teils sehr verwahrloster gräber ist ein einzigartiges erlebnis und lässt vermuten, dass man hier nicht weit vom "paradies" sein muss. eine ungewöhnliche stille, die durch nichts geteilt wird. ich fühlte mich in einen sciencefiction film gebeamt, mit keiner aussicht auf wiederkehr ins reale leben. man hat den eindruck, von grün und baum geschluckt zu werden.

die über hundert tempel in KOYA-SAN dienen zum studieren der mönche, geben aber auch dem reisenden die möglichkeit, am tempelleben teilzuhaben. die regeln sind selbstverständlich nicht die eines hotels. die zimmer sind zwischen einfach und simpel. der tourist aus dem "nicht japan" wird ausserdem in den broschüren und bei buchung im internet darauf hingewiesen, ob das stille örtchen westlichem oder japanischem standard entspricht (immer westlich wählen finde ich - übungssache....). die zimmer sind minimalistisch ausgestattet, also mit fast nichts. da die nacht gegen 18uhr hereinbricht, die nacht also lang zu werden droht und die beleuchtung nicht wie im shangri-la gestaltet ist, empfiehlt sich eine taschenlampe und eine gute brille. lesen lesen lesen!!!

das dinner wird auf dem zimmer serviert, undzwar zwischen 17 und 18 uhr, das frühstück gegen 6 uhr morgens. mönche sind keine langschläfer und "la grasse matinee" findet hier keine gnade. 
das essen: die küche der mönche ist vegetarische (SHOJIN-RYORI) und wird sich seit KUKAI nicht gross verändert haben. man knabbert traditionel und das wird wohl auch die nächsten 12hundert jahre so bleiben. ausserdem ist TOFU sehr beliebt, sowohl in pikanter, als auch in süsser form mit geröstetem sesam. gut geübt mit stäbchen (HASHI) sitzt man dann an seinem minitisch auf dem holzboden und verzehrt mit herannahenden rückenschmerzen den köstlichen reis und die gemüsevariationen. 
morgens um so gegen 2uhr, auf dem rückweg vom westklo, sah ich dann ein selten grosses exemplar einer wasweisich-spinne im flur herumirren. ihren späteren nicht angemeldeten besuch auf meinem FUTON und somit der wanderung auf meinem entkleideten körper, musste sie leider mit dem leben bezahlen. das habe ich den mönchen natürlich nicht weitererzählt. das todeswerkzeug müssen die gesammelten erzählungen von puschkin gewesen sein (in taschenbuchausgabe versteht sich).


 

Dienstag, 25. August 2009

PSALM 23





photography: copyright joerg lehmann

..." er bereitet mir einen tisch im angesicht meiner feinde; er salbet mein haupt mit öl und schenkt mir voll ein".  

so soll es sein!

Montag, 24. August 2009

HOTEL NIPPON HAMBURG






photography: copyright joerg lehmann


wer noch nie das glück hatte japan zu besuchen, hat seit nunmehr 20 jahren (die feiern gerade geburtstag) am hamburger hofweg, unweit der aussenalster , eine möglichkeit sein eigenes kleines japan zu geniessen.
fast wie im land der aufgehenden sonne, nur in hanseatischer umgebung, kann der gast seine schuhe am zimmereingang abstreifen und die nackten füsse auf den TATAMI entlangschleifen. 

tatami sind matten mit einem kern aus reisstroh mit binsenhaut und ersetzen in japan in traditionellen häusern und herbergen den teppich. sie haben eine normgrösse und so werden japanische zimmer nicht in quadratmetern sondern in tatami gemessen. noch im 7. jahrh. waren tatami als sitzunterlage dem kaiser vorbehalten. später ab dem 15 jahrh. fand man sie auch in tempeln und häusern des adels. viel später erst demokratisierte sich die wärmeisolierende reismatte und findet heute noch in den RYOKAN (trad. herberge) seine verwendung. 
die abmessungen eines tatami in tokyo hat 88x176 centimeter. hier sagen ein 6 tatamizimmer nichts anderes als bei uns 10 qm ...
japaner leben seit dem ende des 2. weltkriegs nach westlichem standard, behalten aber in ihren wohnungen meist noch ein tatamizimmer. in herbergen besteht dieses zimmer meist aus einem rollbild, einer blumenvase, einem kleinen tisch und zwei sesseln ohne beine. das FUTON ist im schrank versteckt und wird nur zum schlafen ausgerollt.

zurück an die alster. hier geht es selbstverständlich nicht 100% japanisch zu. die futons liegen brav auf dem bett und das badezimmer ist keine nasszelle mit bad wie im fernen osten. interessant: japaner waschen sich in der regel vor dem sprung in die badewanne gründlich. so kann das wasser für die ganze familie benutzt werden, oder zumindest für 2 personen.
im norddeutschen japan geht es zwar fernöstlich zu, wie den SHOJI ( mit papier bespannte holztrennwände) vor den fenstern, spätestens aber beim öffnen der selben und dem blick auf hamburger innenhöfe ist der traum von geisha und ginza vorbei.
trotzdem, ich empfehle dieses kleine hotel mit seinem anderen charm für einen kleinen wochenendausflug in eine andere welt. wer es perfekt mag, bestellt im hauseigenen restaurantWA-YO ( habe ich nicht ausprobiert ) seinen rohen fisch mit sake oder nimmt eine nette japanerin mit ( oder wahlweise einen japaner ). dann geht die sonne unter, aber nie wieder auf .... oder erst später!


NIPPON HOTEL HAMBURG
hofweg 75
22085 hamburg
tel.: 040/227.11.40

LIEBE


... ohne worte, aber viel fantasie. diese postkarte ( auf finnisch BREFKORT ) fand ich auf einem flohmarkt in helsinki. schöne idee, galant mit hut und stock, champagne und einer lady am gedeckten cafétisch zu sitzen. 
in diesen sommertagen sind es eher birkenstocksandalen mit weissen socken und zu knappen shorts, die das caféleben bestimmen. wie sagten unsere eltern und grosseltern doch immer so trefflich: "mein junge, damals war alles besser". wohl nicht alles, die kleiderordnung aber schon. sieht man sich die photoalben von "damals" an, so waren die meisten menschen doch korrekt und den anlässen angemessen gekleidet. in den restaurants zumindest gab es eine kleiderordnung. ich erinnere mich noch an ein erlebnis im ritz in madrid (1996), als ich mit meiner jeans nicht zur five o´clock teatime zugelassen wurde. die zeiten sind wohl vorbei und ganz langsam verwäscht sich der seit langer zeit installierte kleiderkodex

Samstag, 22. August 2009

PARIS


restaurant les ombres in paris. gute sicht und langweiliges essen. auf fast allen terrassen der stadt isst man mittelmässig bis blöd. das aber mit guter sicht auf bekanntes und berühmtes.


DOCH BIN ICH NACH PARIS GELANGT,
DANN LEBE ICH, STATT BLOSS ZU ATMEN.

dmitrijew: tagebuch eines reisenden

ich bin zurück in paris. den koffer geladen mit eindrücken, aber nicht mit photos. die kamera blieb in der kiste, der computer zuhause. die drei schönsten termine:

der süllberg in hamburg, restaurant seven seas (mit kamera)
johann lafers stromburg, restaurant val d´or
hotel brandenburger hof, rerstaurant die quadriga (mit kamera)

die enttäuschung war das sansibar auf sylt. zuviele menschen und ich denke bei der masse dort auf der sandigen terrasse ist der blick auf die dünen schön, der auf die menschen interressant aber der auf den teller ... naja. der service ist dennoch entspannt und sehr nett. das essen ist nicht schlecht, aber auch nicht mehr so gut, wie ich es von vor vielen jahren gewöhnt war. die weinkarte ist natürlich der hit und mit recht sagen die kenner: zum herbert gehen wir ja auch nicht zum essen .... aber was machen die denn da wenn sie nichts essen? um mich herum haben aber alle gegessen, oder waren das statisten???

eine positive überraschung war im übrigen das restaurant GAMBRINUS in st. peter ording. hier wird gekocht ohne blabla und so wie man es sich im alltag vorstellt. leider scheinbar die einzige adresse vor der insel und bis dänemark. oder weiss jemand etwas rat in dieser gegend?

restaurant gambrinus
strandweg 4
25826 st. peter-ording

tel.: 04863.1053
geöffnet dienstag bis sonntag

URBANER ORGASMUS - HOTEL BRANDENBURGER HOF IN BERLIN

















photography: copyright joerg lehmann


lange habe ich gesucht, viel habe ich ausprobiert. nach nunmehr 25 jahren als reisender lichtbildner durch die kontinente und gut 14 jahren komplett verbrachten nächten in hotelbetten sind überraschungen leider nichtmehr an der tagesordnung. hotelsterne hin oder her, was der vielreisende sucht, ist das ambiente, in dem man zwar zuhause ist, aber dennoch in der fremde. wie sieht nun so eine herberge aus, die das herz schmelzen lässt und ein wow beim ersten blick generiert? so etwas wie die erste liebe oder der erste kuss.

am vergangenen donnerstag wurde ich fündig. nein, nicht in new york oder london. auch nicht in tokyo oder mumbai. BERLIN birgt die grosse überraschung. der BRANDENBURGER HOF in charlottenburg vereint alles von dem, wie ein gasthaus sein muss. nichts, aber auch garnichts trübt hier das sich wohlfühlen an einem ort, der aus dem hier und jetzt herausgehoben scheint und doch im herzen von berlin lebt. 

direktor dieses paradisischen freudenbringers ist MARKUS OTTO GRAF, dessen nachname sich auch gut vor seinen vornamen machen könnte. mit sehr feinfühligem gout entwarfen er und die hoteleignerin dieses lebendige schmuckstück aus architektur/decoration/detail/kulinarik und contemporärer poesie. in der lounge oder den sogenannten berliner salons ist das leben schöner und im eigenen weinkeller mit 950 verschiedenen deutschen weinen das leben grösser! 
um bei den superlativen zu bleiben: in der küche wirbelt ein grosses talent aus dem finnischen norden. chef SAULI KEMPPAINEN kann wohl mit recht für sich beanspruchen, der einzige finne an deutschlands kochstellen zu sein und darf sich auch zu den besten chefs der republik zählen. hier werden keine teller dekoriert, sondern beispielsweise finnische produkte auf höchstem niveau mit uns bekanntem serviert (z.b. rentier, moltebeeren oder dill). alle gerichte bestechen durch lesbarkeit und präzisesten aromen und werden nach themen serviert. 

geschultert werden saulis kreationen durch den sehr professionellen auftritt des maitre d´hotel und sommelier VEDAD HADZIABDIC. wer wissen möchte, wie ein sommlier sein muss, also wie man die geschickte mariage von essen und wein beherrscht, aber auch wie man eine filigrane erklärung des weines hinbekommt, ohne sich in professionellen und unnötigen termini zu verlieren, findet das genau hier. es gibt übrigens nur deutsche weine, und das ist auch gut so!

auf der webseite des hauses fällt das stichwort "heitere eleganz". genauso ist es. der subtile luxus sind die designdetails, der wunderschöne japanischen garten im patio und der charmante
auftritt der wunderbaren jungen frau an der rezeption. da vergisst man gerne die anreise bei 32 grad im schatten, zugverspätungen und andere probleme der weltlichen fortbewegung zum paradies.

für meine leser hier die speisefolge des 20.08.2009 im restaurant  DIE QUADRIGA

GURKE & ZANDER - IMPERIAL

wein: 2007 casteller trautberg silvaner spätlese trocken
fürstlich castell´sches domänenamt, franken

RENTIER & HIMBEEREN - ESTRAGON

wein: 1997 forster jesuitengarten riesling spätlese
reichsrat von buhl, pfalz

GLATTBUTT & GARNELE - BBQ

wein: 2008 durbacher plauelrain grauburgunder spätlese trocken
andreas laible, baden

REH & PETERSILIENWURZEL - TRÜFFEL

wein: 2004 untertürckheimer gips spätburgunder cabinet
aldinger, württemberg

CAMEMBERT & MOLTEBEEREN 

wein: assmannshäuser höllenberg spätburgunder cabinet
kloster eberbach, rheingau

KAKAO & KOSKENKORVA


SCHOKOLADE & SCHOKOLADE
verbene

wein: 2005 riesling auslese, graacher himmelreich
willi schaefer, mosel


HOTEL BRANDENBURGER HOF
restaurant DIE QUADRIGA

eislebener strasse 14
10789 berlin charlottenburg

tel::030/21.40.56.09
fax: 030/21.40.54.00


Dienstag, 11. August 2009

URLAUB


photography: copyright joerg lehmann

ETWAS PAUSE für einige tage. bestens, j

Montag, 10. August 2009

WINE & DINE


photography: copyright joerg lehmann


wem könnten dieses paar schuhe gehören? mit verlaub, der inhaber dieses angefertigten paares muss ein sympatischer verrückter sein. kleiner hinweis: er lebt in norddeutschland und ist blond. er war koch und wurde weinprofi. 
für sachdienliche hinweise: bitte einen kommentar hinterlassen. 
preisgeld: ein flasche traubensaft :-)

Samstag, 8. August 2009

AM SÜLLBERG IN HAMBURG


aus der hüfte geschossen: zeitlose eleganz mit blick auf die elbe und weiter.

photographie: copyright joerg lehmann


chef karlheinz hauser muss ein glücklicher mann sein. ein sommerabend auf der terrasse seines restaurants SEVEN SEAS in hamburg blankenese. unnötig von einer besseren welt zu träumen, oder gar von der cote d´azur.
leichte grau/blautöne zeichnen einen weiten horizont jenseits der elbe. kleine lämpchen schaukeln seicht im abendlichen himmel, als unverhofft die MS EUROPA seine schornsteintröte auf laut stellt. elegant schwimmt das luxusgefährt an den staunenden restaurantgästen vorbei. die weite welt in echt und das spektakel perfekt. 
lebendig und elegant geht es allerdings nicht nur vor dem teller zu. auch auf dem teller und im weinglas wird der gast auf eine reise der überraschungen mitgenommen. 
karlheinz hauser kocht auf hohem level, eher französich als deutsch, aber das mit perfektion und emotionen. foie gras variationen und iberische schweineteile wechseln sich ab mit steinbutt und bretonischem hummer. 9 gänge plus sind zwar etwas viel fuer mich, wenn ich könnte, würde ich davon aber auch 20 oder 30 essen. 
im service geht es hier glücklicherweise entspannt zu, ohne hokus oder pokus. alles scheint von selbst zu schweben. auf der weinseite überrascht der sommelier mit interessanten entdeckungen und gekonntem taktgefühl. 
als um punkt 22:30 der brautvater der im ballsaal stattfindenden hochzeit zum feuerwerk bläst, steigert sich das ah und oh nocheinmal gen himmel. das wohl grösste private feuerwerk das man je in europa sah wie man sagt, wird von einem elbschiff aus abgeschossen. 30 minuten himmelsfreude, in farb und form hinterlassen glänzende augen und die hoffnung, dass das unbekannte brautpaar glücklich sein möge.
ich durfte das blumenspektakel am himmel als zufallsgast mitnehmen und mit ihm die erinnerung an einen grossen abend hoch oben über der elbe.

SÜLLBERG - KARLHEINZ HAUSER
restaurant SEVEN SEAS
süllbergterrasse 12
22587 hamburg/blankenese
tel.:040.866.252.0

Freitag, 7. August 2009

BALD...


photography: copyright joerg lehmann


... ist es wieder soweit. die trauben europas reifen vor sich hin, wachsen und gedeihen im sonnenlicht. die spannung wächst, so auch die angst der winzer vor gewitter und hagel.
grosse und kleine winzer stehen gleich vor dem gott des wetters und hoffen auf gnade, nicht opfer der kapriolen des klimas zu werden.
wie hier auf dem photo, ist die freude gross, wenn die trauben den richtigen reifegrad haben und mutti und vatti auf die leiter steigen können, um vor der haustür den gewünschten ertrag einzuholen. ob dieses paar, hier im jura bei arbois, allerdings wein keltern wird, ist mir nicht bekannt. mit viel glück könnte es ein grosser jahrgang geworden sein. aber davon eben nur eine flasche.

Donnerstag, 6. August 2009

SUOMI SOMMER












marktszenen aus helsinki.

photography: copyright joerg lehmann


der norden ist reich! nicht nur das portefeuil der finnen scheint gefüllt zu sein, auch die marktstände im august sind prall und farbig. heidelbeeren, wolkenbeeren (cloudberries), himbeeren in rot und weiss, schwarze johannisbeeren usw. usw. hier wächst gutes in den endlosen wäldern richtung nordpol. 
an produkten fehlt es den finnen nicht und so wird in den heimischen küchen zwar teils sehr gewagt, aber immerhin experimentierfreudig herumgebrutzelt und gebastelt. aber nicht immer gelingen die kompositionen und das technisch perfekte gericht ist eben technisch perfekt, aber es fehlen seele und emotionen im ganzen. 
auf der weinseite ist der völlig unchauvinischtische umgang mit dem traubensaft erfreulich. da man hier keinen wein erzeugt (ausser den fruchtweinen), kommt alles auf den tisch, was die weinwelt an guten tropfen zu bieten hat. nicht alle restaurants können sich einen sommelier leisten und die "mariage" von wein und essen glückt leider nicht bei jedem gericht, aber die neugier der jungen servicekräfte, neue wege zu gehen ist, ist zumindest spannend.

fazit: helsinki ist eine reise wert, in jeder hinsicht. es ist keine kulinarische diaspora wie man vermuten könnte, ganz im gegenteil!