Dienstag, 1. Dezember 2009

HIRE ZAKÉ





vielleicht könnte man die flossen auch zum anreichern eines dashi (fonds) verwenden

photography: copyright joerg lehmann


ein HAIKU sagt:

ich kann sie heute abend nicht sehen
ich gebe sie auf 
also werde ich fugu essen 

subtil ist er, giftig nur wenn er falsch zubereitet wird. die subtilität drückte jemand so aus:
"der fisch ist so subtil wie der frühlingsregen, der auf einen stein fällt". auch ist es dem kaiser als einzigem japaner gesetzlich verboten fugu zu essen. die realtät für alle nichtkaiser sieht viel besser aus als man annehmen würde: es stirbt niemand wenn der fisch von einem fugumeister zubereitet worden ist. das war nicht immer so. schon zu samuraizeiten gab es verbote ihn zu verzehren, da er keine sachgemässe behandlung erfuhr.

ein ungewöhnliches rezept ist dieses:
hat man dummerweise keinen frischen fisch zur hand, möchte aber trotzedem fugu schlucken, kauft man die überall auf märkten in japan erhältlichen fuguflossen. hübsch verpackt sind sie für ca. 2000 YEN zu bekommen. 

rezept:

den saké in einem bain marie erhitzen
die fuguflossen über einem kamin oder herdfeuer rösten
danach gebe man die gerösteten flossen in den saké. das glas sollte mit einem deckel verschlossen werden und die fuguflossen können somit ca. 10 minuten marinieren.
besonders zu empfehlen in kalten wintertagen. das freut sich herz und seele, und sterben kann am davon sowieso nicht.




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