Sonntag, 4. Oktober 2009

LA MER - ein liebesbeweis







































photography: copyright joerg lehmann


der lieblingsbarde der franzosen ist eindeutig CHARLES TRENET. sein chanson LA MER bewegt auch nach seinem tod die herzen der freunde des GRAND BLEU (ozean).

auch ich bin diesem lied verfallen und fühle mich besser mit sand unter den füssen, salz in der luft und austern auf dem teller. geboren bin ich in münster, aufgewachsen aber an der nordsee, unweit vom wattenmeer und den garstigen winden. krabben und scholle waren und sind die gassenschlager in husum. wenn auch die krabben nichtmehr von peter petersen oder johann johannsen gepult werden. sie gehen in den modernen zeiten den schwachsinnigen weg über marokko oder polen und kommen gepult zurück, neben die kartoffeln oder in die nordfriesische krabbensuppe.

wie auch immer, in frankreich ist die see mal wilder mal milder. in der normandie zum kanal hingewandt brechen sich die salzigen wellen gegen die kreidefelsen, in der bretagne reiben sie seit urzeiten die rosigen felsen des nordens. die strände sind türkisblau die wolken manchmal grau, die meeresfrüchte aus neptuns paradies zahlreich und der himmel durchgeschaukelt von westlichen winden. auch die schönheit der küste des dep. landes und das becken von arcachon müssen hier nicht weiter erklärt werden, auch nicht die gewalt der biscaya, ganz unten in der spanisch französischen ecke. 
und was bietet uns das meer zu wind und wellen? thunfisch, makrelen, sardinen, steinbutt, herzmuscheln, austern, hummer, langusten, meerspinnen, algen, salz und und und ... dazu selbstverständlich ein glas muscadet oder weissen bordeaux.  (mein tip CANCALE - bretagne - morgens an der mole: une douzaine d` huitres et un petit blanc). 

das glück, dem element wasser nahe zu sein ist für mich schwer in worten auszudrücken. so schicke ich die gourmetpilotleser auf eine etwas längere reise, immer entlang an der franz. küste, ganz ohne ziel und fern von zeit und raum. die gedanken sind frei, bon vent!

hier das chanson im original:

LA MER
QU´ON VOIT DANSER LE LONG DES GOLFES CLAIRS
A DES REFLETS D´ARGENT
LA MER
DES REFLETS CHANGEANTS
SOUS LA PLUI

LA MER
AU CIEL D´ÉTÉ CONFOND
SES BLANC MOUTONS
AVEC LES ANGES SI PURS
LA MER BERGÈRE d´AZUR
INFINIE

VOYEZ
PRÈS DES ÉTANGS
CES GRANDS ROSEAUX MOUILLES
VOYEZ
CES OISEAUX BLANCS
ET SES MAISONS ROUILLÉES

LA MER
LES A BERCÉS
LE LONG DES GOLFES CLAIRES
ET D´UNE CHANSON D´AMOUR
LA MER
A BERCÉ MON COEUR POUR LA VIE

Kommentare:

  1. Leider wurden die Austern rund um das Becken zumindest Anfang September nicht angeboten. Schon im letzten Jahr schädigte eine wohl noch unbestimmte "französische Krankheit" diese Bestände empfindlich.

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  2. ja, das kommt immer wieder vor. die franzosen haben ein ganz grosses pestizidproblem. die algen werden zu einem grosssssssen problem dort. zum leid der austernkulturen. ich bin doch gespannt, wann man hier endlich mal umdenkt in diesem land. die "unbestimmte französische krankheit" hat einen namen, nur keiner will ihn nennen ...
    die landwirtschaft nämlich!

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  3. Hach. Wo ist der nächste Fahrkartenschalter?

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  4. hallo christoph,
    habe deinen blog in meine blogrolle ausgenommen. schön zu lesen, bravo. das ticket musst du dir nach frankreich aber selbst kaufen. ist ja nicht so weit von bonn :-) beste grüsse aus paris, joerg

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