Freitag, 2. Oktober 2009

BURMA (myanmar)


exquisite bananen im miniformat



gemüsemarkt in thandwe



das meer in ngapali beach



traditionelles fischen in ngapali beach




fischer auf dem inle lake



markt in taunggyi


zwillinge mit lokalem make up zum schutz vor der sonne und für die schönheit



swedagon pagode in yangon (rangoon)




tempellandschaft in bagan




unlesbar für uns, grafisch sehr schön



fast 90% der burmesen sind buddhisten




bagan




schlangenlikör im chinarestaurant



büffelritt auf dem inle lake



süsswasserfisch aus dem inlelake



marktszene in taunggyi





die giraffenfrauen



swedagon pagode



markt in taunggyi





bahnhof von yangon




junge burmesin



fischer auf dem inle lake

photography: copyright joerg lehmann


wie oft habe ich schon bei filmszenen aus dem mittelalter bedauert, nicht augenzeuge sein zu können. schon seit meiner kinhheit hatte ich den wunsch, mir einen eindruck zu verschaffen und zu erleben, wie es gewesen sein muss, wenn sich die ochsenkarren durch die engen gassen einer arabischen metropole zwingen oder navarrenkönig HENRI IV seine fressgelage gegeben hat. ich würde zu gern wissen, wie die COMEDIA DELL`ARTE schauspieler in napoli und venezia die bühne betraten und unmögliche liebesgeschichten zeigten.

heute: das damalige BURMA und heutige MYANMAR bietet zwar kein volkstheater in diesem sinne (obwohl das marionettentheater eine lange tradition hat), hat dafür aber die ochsenkarren und die märkte, die jeden foodfreak ins schwindeln bringen. hier pocht das herz entschleunigt und man wird dann doch zum bestandteil von mittelalterlichen szenen. früchte die ich nie vorher gekannt habe, schlangenliköre, gegrillte insekten, geplättete bisamratten und barrakudas aus dem bengalischen meer. überhaupt: der ozean ist sauber und die fische zahlreich. königsmakrelen, riesen doraden, wasserschlangen, bonito, haie, riesenschildkröten, langusten und und und. 
es lauert aber gefahr. die chinesen kaufen sich ein, die japaner sind bereits da, um futter für ihre millionen katzen und hunde aus fischmehl zu gewinnen. die thais rauben mit vielen booten, zum grossen ärger der burmesischen behörden und so wird die zukunft zeigen, wie lange sich dieser reichtum halten kann.
fischen gehört auch oben, auf ca. 1000m höhe im inle lake zum täglich brot. hier wendet man andere fangtechniken an und fischt anderes aus dem flachen wasser. und nicht nur fisch kommt auf den tisch. grosse schwimmende gärten dienen dem anbau von vielerlei gemüse.

myanmar ist wahrlich kein kuinarisches nirwana, hat aber durch die zahlreichen grenzen (thailand, laos,china,indien, bangladesh) vielerlei einflüsse. die zahlreichen minderheiten zwischen den südlichen ausläufern des himalayas und den andamanen bieten eine enorme diversität an kulturen und somit auch essgewohnheiten. das auge staunt und der gaumen geht auf reisen zu unbekannten terrains.

zurück zum mittelalter: hinzufügen zum tableau dieses landes muss man selbstverständlich die pilgerstätten bagan (eine tempelwelt der besonderen art) und die swedagon pagode in yangon, mandalay als alter handelsplatz, ngapali für seine strände und der inle lake als einzigartiges experiment zum sterne gucken. man nehme ein boot am abend, lasse sich auf die mitte des sees fahren, stelle den motor ab und lege sich auf den rücken. was ich sah, war das grösste firmament meines lebens. glücklicherweise gibt es dort oben weder luftverschmutzung, noch licht. die nacht ist dunkel-dunkel und gibt den blick frei auf das andere leben, jenseits unseres planeten.

noch vor einigen jahren überraschte mich auf einer hochzeitsreise mit dem bus durch das land folgenden situation: die sonne ging auf und die ersten strahlen brachen sich im wasserdampf der streetfoodküche. tief schwarzer tee und reissuppe. beim verlassen des dorfes öffnete sich die schranke der hauptstrasse erst nach zahlen einer wegesteuer zur freien weiterfahrt. so war es auch in europa vor vielen jahren und so ist es heute wieder auf den franz. autobahnen. die zeit holt uns ein.

Kommentare:

  1. Ich lese gerade wieder The Glass Palace von Ghosh, da passen diese Impressionen perfekt dazu - einfach nur schön, danke!

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  2. das buch habe ich dort am strand gelesen und hatte das gefühl, mitten drin zu sein. eines der schönsten bücher meiner kleinen lesewelt.

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