Donnerstag, 1. Oktober 2009

BRATWURSTGLÖCKLEIN -"DEFTIG MIT DIRNDL"


was man in paris nicht alles findet (postkartenladen im 11.arr.)

laut internet, ist das bratwurstglöcklein ein gastronomischer betrieb, dessen tradition bis ins 14. jahrh. zurückreicht.  1313 soll es das erste mal erwähnt worden sein. wer da wohl schon alles ein und aus gegangen ist frage ich mich. laut nürnberger informationen war auch albrecht dürer mit von der partie. wahrscheinlich hat auch er sich die "PORTION MIT KRAUT" und einem kräftigen bier nicht entgehen lassen. 
auf der zeitgenössischen menükarte des restaurants, gibt es das WEINKRAUT" als beilage. schön und gut, das erinnert mich immernoch an die in den sechziger jahren auf den karten stehenden SÄTTIGUNGSBEILAGEN. dieses wort hat mich schon immer genervt. warum satt werden und mit was? klassische sättigungsbeilagen waren, ich erinnere mich noch gut: fade salzkartoffeln mit petersilienstaub, dosengemüse ohne geschmack und substanz, kochbeutelreis mit pappgeschmack, kartoffelkroketten, pommes frites in altöl etc. ... diese begleitung kam selbstverständlich zu den hauptakteuren: fischallerlei hausfrauenart (?) oder schweinekotelett nach art des hauses (diese schuhsolendinger da). brrhhh! 

nun ist ja traditionelles essen ansich kein problem, ganz im gegenteil. die krautportion mit den würschtel würde ich schon ganz gern mal im bratwurstglöcklein probieren, so richtig zünftig wie meine ma zu sagen pflegte. ist die deutsche küche erstmal entstaubt, kann sie sich entfalten und dem modernen menschen durchaus zum glück verhelfen. allemal besser als die ganzen sushitheken und asiarestaurants, in denen gemanscht und gepampt wird. es sieht zwar leichter und gesünder aus, ist es aber nicht. 

nürnberg ist weit :-( 

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