Samstag, 12. September 2009

FOIRE AUX VINS - FRANKREICH FEIERT


photography: copyright joerg lehmann

es ist mal wieder soweit. ganz frankreich hetzt vermeindlich billigen tropfen hinterher und glaubt das geschäft des lebens zu machen. 
was passiert da eigentlich genau? jedes jahr im herbst dürfen francois und jeanette oder wie sie auch immer heissen, ihren lieblingswein zu "mindestens 20%" billiger erwerben als zu normaler zeit. alle machen sie mit, die weingazetten loben den einen winzer hier in den himmel, den anderen dort ins blaue, und so lanciert man dann den weinkonsum neu. neu ist selbstverständlich nichts, schon garnicht die preise, die bei einigen flaschen etwas billiger sein mögen, im groben aber gleich bleiben, wenn nicht im gleichen abwasch teurer als beim weinhändler um die ecke (motto: merkt ja keiner). 
so stehen sie also hübsch aufgereiht, die crus aus dem bordelais und andere franzosen, nett beleuchtet im supermarktlicht auf raumtemperatur gebracht und so unübersichtlich wie möglich. schliesslich will man die flaschen aus dem lager haben. die, die seit langem keiner mehr kaufen will, oder jene, wo der jahrgang nicht der beste war. alles schön originalverpackt und rein in den renault. kann weinshopping schöner sein? pfui teufel!

warum nicht zum weinhändler gehen und sich anständig beraten lassen. warum nicht flaschen kaufen, die richtig temperiert sind und warum nicht wein kaufen, der schmeckt und der sich wein nennen darf. warum nicht ein paar euro mehr ausgeben, nicht um sich so betrinken, sondern ein schönes moment mit seiner liebsten zu teilen, seinem prinzen oder anderen liebhabern der roten oder weissen traube. 

apropos: taugen wein unter 5 euro etwas? ... fragt sich gerade hendrik thoma auf seinem
TVINO-format. gute frage, klare antwort!

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