Mittwoch, 26. August 2009

KOYA-SAN


shojoshinin


shojoshinin


irgendein grosser papillon


okunoin - der friedhof


okunoin


konpondaito pagoda


konpondaito pagoda


kongobuji


kongobuji


kongobuji


jokiin


garan


garan


fumnin

copyright: photography joerg lehmann


wer sich also nicht mit einem besuch eines japanischen hotels in hamburg zufrieden geben möchte, dem sei diese adresse empfohlen: das original!

unweit der zweit grössten metropole des landes befindet sich eine der heiligsten stätten des inselstaates. man nehme die NANKAI ELECTRIC RAILWAY am bahnhof NAMBA im centrum OSAKAS und lasse sich gemütlich bis zum bahnhof GOKURAKUBASHI durch die provinz schaukeln. dort wartet eine standseilbahn, die den besucher in ca. 5 minuten in die bergkette des KOYA-SAN hochzieht. sollte der werte reisende, wie ich es tun musste, im juli in japan herumreisen, so sei ihm diese destination unbedingt ans herz gelegt. die temperatur in osaka noch nahe dem siedepunkt, ist hier um ca. 10 grad kühler.

KOYA-SAN wurde ca. vor 12hundert jahren von mönch KUKAI (auch bekannt als grossmeister kobo-daishi) gegründet, um esoterischen buddhismus zu studieren und zu praktizieren. heute ist KOYA-SAN insbesondere bekannt als hauptquartier der SHINGON-SCHULE (geheime lehre oder geheimer buddhismus).
besonders sehenswert und einmalig in der welt ist der grösste friedhof japans, in dessen areal sich das mausoleum des KUKAI befindet. ein morgendlicher spaziergang durch gigantische bäume und tausende teils sehr verwahrloster gräber ist ein einzigartiges erlebnis und lässt vermuten, dass man hier nicht weit vom "paradies" sein muss. eine ungewöhnliche stille, die durch nichts geteilt wird. ich fühlte mich in einen sciencefiction film gebeamt, mit keiner aussicht auf wiederkehr ins reale leben. man hat den eindruck, von grün und baum geschluckt zu werden.

die über hundert tempel in KOYA-SAN dienen zum studieren der mönche, geben aber auch dem reisenden die möglichkeit, am tempelleben teilzuhaben. die regeln sind selbstverständlich nicht die eines hotels. die zimmer sind zwischen einfach und simpel. der tourist aus dem "nicht japan" wird ausserdem in den broschüren und bei buchung im internet darauf hingewiesen, ob das stille örtchen westlichem oder japanischem standard entspricht (immer westlich wählen finde ich - übungssache....). die zimmer sind minimalistisch ausgestattet, also mit fast nichts. da die nacht gegen 18uhr hereinbricht, die nacht also lang zu werden droht und die beleuchtung nicht wie im shangri-la gestaltet ist, empfiehlt sich eine taschenlampe und eine gute brille. lesen lesen lesen!!!

das dinner wird auf dem zimmer serviert, undzwar zwischen 17 und 18 uhr, das frühstück gegen 6 uhr morgens. mönche sind keine langschläfer und "la grasse matinee" findet hier keine gnade. 
das essen: die küche der mönche ist vegetarische (SHOJIN-RYORI) und wird sich seit KUKAI nicht gross verändert haben. man knabbert traditionel und das wird wohl auch die nächsten 12hundert jahre so bleiben. ausserdem ist TOFU sehr beliebt, sowohl in pikanter, als auch in süsser form mit geröstetem sesam. gut geübt mit stäbchen (HASHI) sitzt man dann an seinem minitisch auf dem holzboden und verzehrt mit herannahenden rückenschmerzen den köstlichen reis und die gemüsevariationen. 
morgens um so gegen 2uhr, auf dem rückweg vom westklo, sah ich dann ein selten grosses exemplar einer wasweisich-spinne im flur herumirren. ihren späteren nicht angemeldeten besuch auf meinem FUTON und somit der wanderung auf meinem entkleideten körper, musste sie leider mit dem leben bezahlen. das habe ich den mönchen natürlich nicht weitererzählt. das todeswerkzeug müssen die gesammelten erzählungen von puschkin gewesen sein (in taschenbuchausgabe versteht sich).


 

Kommentare:

  1. Die Fotos haben eine wunderbar beruhingende Wirkung. Das dritte Foto finde ich einfach nur bezaubernd. Danke!
    Alex

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  2. bis auf den letzten absatz würde ich alles gerne kennenlernen wollen. japan überhaupt. hach. und so schöne bilder.

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  3. tja, das dritte bild hat es mir auch besoners angetan. wunderschön

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