Samstag, 25. Juli 2009

PARIS 9arr. restaurant HOTARU


makrele/gurke/algen



grüner spargel mit misopaste



gegrillte makrele mit fleur de sel

photography: copyright joerg lehmann


"neues aus SOPI". insider der rive droite in paris wissen bescheid. SOPI ist angesagt und heisst nichts anderes als South Of PIgalle. das 9. arr. in paris erstreckt sich so ungefähr von der oper und den grands boulevards bis hoch nach pigalle, der inzwischen etwas aufgepeppten schmuddelmeile von paris. die hoch-zeiten der sexshops und peepshows sind fast vorbei. durch verkehrsberuhigung und fahrradwege, hat der fuss von montmatre wieder etwas artiges bekommen. angesagt sind cafés mit samt starbucks und es weht ein fast festiver wind zwischen der place de clichy und barbès. wem dennoch der verbleibende strassenstrichmood und die busladungen von sandalenträgern mit digitalkameras auf den magen schlagen, sollte etwas südlich die strassen entdecken gehen und sich an einer gänzlich anderen atmo erfreuen. 
hier wachsen sein einiger zeit boutiquen wie in berlin aus dem asphalt, strassencafés sind gefüllt mit poppigen leuten, die so garnicht in die teils sehr grossbürgerlichen häuserreihen zu passen scheinen. 
SOPI ist auch die rue des martyrs, das HOTEL AMOUR und mein kleiner pole nebenan, LE PANIER VOLANT in der rue de bruyères. hier findet man noch ateliers, privatstrassen und gesundfoodläden für biofreaks wie das ROSE BAKERY. 
meine heutige entdeckung war ein kleines japanisches restaurant in der rue  rodier. paris entwickelt sich peu a peu zu einer gastronomischen japan-enclave mit sehr interessanten chefs. sie alle wurden irgendwann in japan oder bei grossen französichen chefs ausgebildet und eröffnen zur grossen freude der japanophilen pariser foodgemeinde ihre kleinen restaurants. hier geht es zu wie in tokyo oder anderswo in japan. wenig plätze, kleine mannschaft in der küche und "hausmannskost" für anständige preise. ein mittagsmenü für 22 euro ist in paris inzwischen eine seltenheit, zumindest für ein essen, dass man essen nennen darf. 

der chef des HOTARU war angestellt in einem traditionellen restaurant in der rue st. anne, dem TAKARA, und steht nun seit 2008 auf eigenen beinen. hier finde ich genau das essen, welches ich auch in japan mit grösstem genuss zu mir nehme: kleine gegrillte fische, paniertes huhn, knackige gemüse und alle jene gerichte, die auch bei der japanischen "oka-san" (mutter) auf der speisekarte stehen. der service ist im übrigen sehr c h a r m e n t!

restaurant HOTARU
18, rue rodier
75009 paris
tel.: 00331.48.78.33.74
geöffnet: dienstag bis samstag 12:30 - 14:30 und 19:00 - 22:30
metrolinie 2, station anvers

Kommentare:

  1. will ich auch, leider gibts das in meiner stadt nicht, da kennen die beim "asiaten" nichtmal japanische majonese ,-)

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  2. stimmt, deswegen muss ich leider in paris bleiben weil ich in tokyo nicht leben kann. wenn auf reisen durch europa und anderswo, leide ich unter dem verzicht von ORIGINAL asiatischem essen. in paris gibt es noch momente, wo man reisen kann ohne sich fortzubewegen. woanders wird das schon schwierig. ausserhalb von paris fasse ich japanisches essen nur in japan an, oder eben in asien nebenan. (new york mal ausgeklammert, da war ich lange nichtmehr.) als ich vor 20 jahren in miami beach gelebt habe, gab es mein erstes sushi essen bei tonis sushi in south beach (cillins ave. glaube ich), seitdem bin ich infiziert für den rest des lebens)

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  3. ich werde mir die adresse jedenfalls für meinen nächsten paris-besuch notieren ;-). Für mich war es als Ortsunkundige nämlich gar nicht so einfach, in Paris gut zu essen, abgesehen von ein paar Zufallstreffern war ich manches Mal von der Qualität schwer enttäuscht, was dagegen in Südfrankreich gar nicht der Fall war, dort hab ich gegessen wie eben Gott in Frankreich :-)!

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  4. stimmt, das ist auch nicht immer einfach in paris. ich empfehle dir die essen und trinken ausgabe oktober 2009. da gibt es eine geschichte über meine lieblingsplätze hier. kann natürlich nicht vollständig sein, da ich immer wieder neues ausmache.

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