Sonntag, 5. Juli 2009

MOUTARDE (senf)



schon die philosophen der antike hatten ihre eigene difinition für senf. nachdem sie senf als mittel "zum sexuellen erwachen der kalten und faulen frau" identifizierten, hatten dänische apotheker ein leichtes, senf als mirakel zu verkaufen, um den sexuellen appetit wiederzuerlangen.

allerdings gab es senf bereits bei den chinesen, vor ca. 3000 jahren und nam seine reise auf, um über ägypten nach griechenland, rom spanien und frankreich zu kommen. alle waren sich offensichtlich einig, dass man aus den senfkörnern allerhand würzige pasten erzeugen konnte, die verdauungsfördernd, antiseptisch und appetitanregend zugleich sind. papst johannes XXII in avignon ging sogar soweit, im 16jahrh. einen päpstlichen senfberater zu benennen.

auch in königsberg gab es jemanden, der nicht nur der ausbrechenden französischen revolution aufmerksamkeit schenkte, sondern auch dem senf. immanuel kant liebte den geregelten tagesablauf und pflegte mit freunden ausgiebig mittag zu essen, undzwar pünktlich ab 13h bis 16h. zwar hatte er eine haushälterin, liess es sich aber nicht nehmen, den senf selbst anzurühren, der zu jedem gericht gereicht wurde. leider hatte das drängen seines freundes hippel keinen erfolg, der ihn übereden wollte, eine kritik der kochkunst zu verfassen. 
kant war ein brillanter unterhalter, verbot seinen gästen allerdings über philosphische themen zu sprechen. die themen waren eher klatsch aus königsberg, wirtschaft oder politik.

übrigens: dem zitat von kant "der himmel hat den menschen als gegengewicht gegen die vielen mühseligkeiten des lebens drei dinge  gegeben: die hoffnung, den schlaf und das lachen" hätte er auch das essen und den wein hinzufügen können.

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