Freitag, 15. Mai 2009

UMFRAGE


werner koppmann, advokat aus schnelsen: isst gern traditionelles aus deutschen landen, besonders mutters labskaus. an besonderen tagen darf es auch ein döner von gegenüber bei ülmüz sein.

oma inge mertelsen aus altona: sie ist verrückt auf popkorn vor der glotze, kann sich aber auch an sushi erfeuen, da ihre enkelin henriette von schrankow mal in japan oder china war ... sie träumt von einer paella am strand in spanien, mit diesem frucht/weinmix in der hand "wie heisst das zeug noch?"



norbert motz, rumtreiber aus harvestehude: er meint er sei vegetarier... naja, so wirklich wollten wir ihm nicht trauen. allerdings liebt er algen und joghurt; nicht zusammen aber nacheinander. norbert kocht übrigens gern und teilt seine küchenkünste mit seinen ehemaligen kollegen der fremdenlegion.




markus katz, förster i.r. aus norderstedt: er ist förster und isst gern fisch aus der pfanne. er muss so richtig in butter schwimmen meint er. dazu gibt´s ein bier. im sommer zieht er durch die wälder und seen von meckpo zum schiessen und angeln. sein grösster fisch hatte stolze 3,45 kilo "was war das noch?"



maria von königsmann, privatière aus blankenese: sie kommt wie man sieht aus den elbvororten. wir erwischten sie mit pommes am bahnhof wedel, mit kind und kegel. sie hat eine eismaschine zuhause und macht olivenöleis (aus der provence). maria meint übrigens: "stillem wasser und schweigenden leuten ist nicht zu trauen". da hat sie wohl recht!




kofi amadou, kontrolleur hvv aus billstedt: kofi schlemmt nur mit musik, alles im stehen versteht sich. als afrikaner hat er sich an husumer krabben gewöhnt (exotik) und kocht aber auch wie bei muttern im schwarzen kontinent. alles spicy und hot.





katharina bleich, forscherin aus othmarschen: katharina ist auf diät und wollte uns nicht verraten was sie wirklich mag. ich würde mal diagnostizieren, dass ihr kühlschrank leer ist und sie ungesundes im vorbeigehen nascht (lollys und marshmallows). katharina hat mit ihren freundinnen eine fahrradtour durch die französische gascogne gebucht. wenn das mal gut geht. von der foie gras möchte sie nur mal probieren ....





harry haraldsen aus st. pauli: harry ist matrose und als hamburger jung den guten dingen nicht abgeneigt. harry mag alles und war schon als kind der sunnyboy von mutti, soon richtiger müllschlucker. heute schluckt er gern latte machiato auf dem kiez und lässt ungern den halben teller stehen, weder beim italiener noch beim spanier. leibgericht: milchreis!




dörte kurz, apothekerin aus barmbek: also dörte liebt pizza und alles vom holzkohlengrill. besonders steht sie auf die dicken würste und das spanferkel so ganz jung. als weinkennerin bevorzugt sie die tiefen spanier aus rioja. sie wollte mal in der gastronomie arbeiten ... naja




dirk pantos, poet aus wandsbek: dirk ist etwas verträumt und hat immernoch die bilder seiner letzten reise nach dubrovnik im kopf. die hackbällchen dort mit diesem leckeren salat aus rohkostzwiebeln  haben ihn verzaubert. gerne würde er dort hinziehen, hat aber als hartz 10 empfänger nicht die mittel. die krise sagt er, lässt die gourmets sterben.

alvis mozetka, krankenkassen sachbearbeiter aus harburg: ja also der feinschmecker schlechthin. seine "bibliothek" wie er sie nennt, besteht nur aus restaurantführern und anderen gazetten, die über gutes essen schreiben.
er wäre sehr gern restaurantkritiker geworden, um sich bezahlt durch die paläste der welt zu essen. wurde aber nichts. jetzt träumt er in harburg von einer kochshow um "denen mal richtig zu zeigen was hier teller iss" ... leibspeise: zitronentarte, apfelmus, dorade royal und tartar de thon.


alfred a. bock, arbeitslos aus horn: spezieller fall. alfred liebt pasta in allen varianten, gern auch mit straussenfleisch und viel sosse. alfred ist als ehemaliger werber zum hobbyphotographen mutiert und reist durch das land um frische kartoffeln und tomaten und sowieso alles was schmeckt aufzunehmen. mit seiner neuen digitalkamera macht das leben spass. er hasst hamburger und fast food, liebt aber japanische nudelgerichte und suppen.



photography: copyright joerg lehmann/pedro anacker (la-devils.com)


da fragt man sich doch beim besuch der deutschen republik, was die menschen täglich essen. wo sind ihre vorlieben, was mögen sie besonders gern oder gar, wie sieht ihre leibspeise aus. wir haben auf einem spaziergang durch hamburgs innenstadt, einige passanten herausgegriffen und ihnen eben diese fragen gestellt. hier das ergebnis.

Kommentare:

  1. Hallo Joerg!
    Supertypen hast du da ausgegraben. Echte Originale mit sehr lustigen Profilen. Kann mich noch an meine Kindheit erinnern. Da haben mir diese Kasperlefiguren immer die kleinen Finger verdreht - die Köppe waren für mich lütten Knirps einfach höllisch schwer zu halten. Aber da bekomme ich doch mal wieder Lust auf Flohmarkt und Trödelsuche. Und Milchreis mit Zucker und Zimt würde mir dazu jetzt gut passen. Besten Gruß vom Bremer Jung

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  2. Gar köstlich ist dieses Panoptikum. Und während ich noch grüble, warum mir manche Figur so vertraut vorkommt, klärt mich Peter auf: Natürlich, Kasperle & Co. aus meiner Kindheit. Irgendwo habe ich noch eine kleine "Schatzkiste der Vergangenheit". Mal sehen, was sie so in sich birgt...

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  3. .... fantastisch !! hab eine leiten Faible fürs Teufelchen ( sieht aus wie Sean Pen ) ...... würde nur zu gerne sehen wie die jetzt miteinender in Aktion geraten.
    !! -> heute Abend vernissage Jonas Mekas in der Galerie du Jour.
    Es winkt wie immer aus 'm sechten Stock ....
    die Anne

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  4. das war mir doch klar, dass du den teufel magst. an seiner kochsho würdest du auch gern mitbasteln gelle? komme gern zur vernissage!
    will call you my dear neighbour. bise, joerg

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  5. hi du :) wäre nett wenn du den namen der motzpuppe ändern kannst *gg* ... vielleicht auf herbert motz :)

    merci
    Norbert

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