Dienstag, 26. Mai 2009

KYOTO

restaurantleben am kamogawa in tokyo

photography: copyright joerg lehmann


es gibt städtenamen, die träume in bilder umwandeln, selbst für jene, die noch nie dort waren.
eine dieser städte ist kyoto, in der präfektur nara. japaner sind sehr traditionel, dies manifestiert sich besonders in dem gesellschaftlichen verhaltenskodex, aber auch in der kleidung (kimono), beim essen, der teezeremonie und vielen anderen alltäglichen dingen, die uns westlern verschlossen bleiben.

kyoto ist also eine dieser sehr alten städte, in denen der kimono nicht nur im gion getragen wird. auch auf den terrassen des KAMOGAWA (fluss der wilden enten), zieht sich im zentrum eine beeindruckende zahl an restaurants den fluss entlang. gegessen wird in mehreren etagen und vielen unterschiedlichen küchenrichtungen. japaner verbringen die meiste zeit beim arbeiten, den rest aber der verbleibenden stunden des tages, geht man aus und gibt sich den oralen genüssen hin. und das reichlich! in kyoto quellen die kleinen restaurants geradezu über. einheimische und meist inländische touristen amüsieren sich in teilweise kleinstläden, in den gerade platz genug ist für 6 gäste und OKA-SAN (mama), die hinter dem tresen in grösster ruhe hausgemachtes kocht.

kyoto sollte für japanreisende eine der ersten stationen sein. hier am kamogawa, stelle man sich dann vor, wie es hier vor langer zeit zuging, als die stadt noch die kaiserliche residenz japans war (794-1868). natürlich ist kyoto zum teil ebenso modern wie jede andere japanische stadt, sie bietet aber ein unvergleichliches kulturelles erbe, mit beindruckenden palästen und tempeln.


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