Mittwoch, 8. April 2009

OSTERN

eierträger 2fach mit salzstreuer und löffel. vermutlich aus einem plastik/pappekombinat sergeij/karl-heinz in plauen oder anderswo

photography: copyright joerg lehmann

bald ist es endlich wieder soweit. es dürfen eier versteckt und gesucht werden. wie war das eigentlich damals in der ostzone frage ich mich. hat man die auf dem photo abgebildeten EIERTRÄGER 2fach, mit papp-ostereiern oder richtigen hühnereiern aus der benachbarten kolchose bestückt? ist man dann mit heranwachsenden zum ostermarsch gelaufen und hat dem guten herrn honecker zugewinkt (mit einem dafür vorgesehen winkelement)? hat man sich gefreut von diesem onkel mit der dicken hornbrille beschützt zu sein? oder gab es gar schokoeier, die von verwandten über die kapitalistische schutzmauer geschmuggelt worden sind? 
naja, ist ja auch schon lange her. wir wissen garnichtmehr wie sich das angefühlt hat mit dem roten nachbarn da DRÜBEN. "wenns die hier nicht passt, dann geh doch nach drüben". pflegte mein vater zu sagen. da ich da aber schon garnicht hin wollte, habe ich dann die schokoeier von milka gegessen. auch das würde ich heute nichtmehr tun, sondern die runden eirkens beim chocolatier kaufen.
in diesem sinne: frohes suchen!

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