Sonntag, 5. April 2009

FÜTTERN VERBOTEN

postkarte aus dem JARDIN ZOOLOGIQUE d´ACCLIMATATION de paris


malabar pfefferkörner

photography: copyright joerg lehmann


man stelle sich heute mal folgende situation vor:
ein sonntagsausflug nach HAGENBECKS TIERPARK. grossmutti und onkel, plus die gören in sonntäglicher ausgehklamotte schlendern eislutschend durch die welt der animalen exotik. elefanten gieren mit ihren langen trompeten nach brotstücken und lamas hecken die nächste spuckaktion aus. frieden auch am teich der schwitzenden pinguine, dass nilpferdbaby zapft frische muttermilch und der schwarze panther bereut nicht rosa/rot zu sein.
scherzend bewegt sich die kleine grossfamilie zu einem bizarren käfig, der lebendige menschen ausstellt, nämlich eine sippe aus samoa und aus lappland. das staunen ist gross, die weite welt fast fassbar.
die ausstellung von wahrhaftigen menschen im zoo wird zum kassenschlager. keine fiktion! so muss es sich abgespielt haben, als hagenbeck seinen tierpark im jahre 1874 eröffnete.
die zurschaustellung von "wilden" nahm geschwindigkeit an und breitete sich auch woanders in europa aus.

der franzose GEOFFROY DE SAINT-HILAIRE befand sich finanziel in einer prekären lage und engagierte sog. "ethnologische ausstellungen" um seinen zoo wieder auf die beine zu bekommen. er began mit NUBIERN und ESKIMOS, und hatte so grossen erfolg, dass die besucherzahl verdoppelt wurde und "tout paris" im laufe der jahre, 30 derartige ausstellungen zu  gesicht bekam. die oben zusehende postkarte zeigt ein gruppe von "wilden" aus malabar.

ist eine region in süden indiens, die in der gastronomischen welt vorallem für ihren weissen pfeffer berühmtheit erlangt hat. er ist ein eher süsser oder zarter pfeffer, der sich gut in saucen macht, aber auch in desserts verwendung findet.

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