Mittwoch, 4. März 2009

PARIS 1arr.

photography: copyright joerg lehmann

LES HALLES

40 jahre ist es her, dass "LES HALLES" die koffer packten und in den vorort RUNGIS zogen. für die hallen in paris, auch bekannt unter dem namen "LE VENTRE DE PARIS" von ÉMILE ZOLA, war die zeit abgelaufen. paris war saturiert durch zuviel leben im inneren. der bauch war voll, zu voll. 

seit einigen jahrhunderten schon war das quartier der hallen im zentrum von paris ein enormer umschlagsplatz für lebensmittel und tiere. 1854 bzw. 1870, baute VICTOR BALTARD eine metallkonstruktion aus 12 pavillons (auch PAVILLON DE BALTARD genannt), in der die gläswände mauern ersetzten.
tag und nacht wurde gehandelt, leben aus dem vollen. paris hatte eine hauptschlagader, die ihres gleichen suchte. das quartier der hallen war besetzt vom "METIERS DE BOCUHE". schlachter, fische, muscheln, geflügel, wild, gemüse und früchte, kartoffeln, kurz alles was essbar war. die karren mit schweinehälften und rindviechern versperrten die strassen bis zum HOTEL DE VILLE, das kopfsteinpflaster war selbst an trockenen tagen fettig und klebrig. um dieses epizentrum der gelüste bildete sich ein sog. speckgürtel von messerschleifern, topfhändlern und alles was zulieferer war für herd und schlund; und nicht zu vergessen das horizontale gewerbe.

1969 dann, war es zeit zu gehen. der englische künstler RAYMOND MASON fertigte zu diesem traurigen anlass ein sehr schönes relief an (DÉPART DES FRUITS ET LÉGUMES DU COEUR DE PARIS"), zusehen in der ÉGLISE ST. EUSTACHE. es ist nur ein kleiner trost um einen eindruck zuhaben was hier damals passierte, und trotzdem .....

ÉGLISE ST. EUSTACHE
rue du jour/rue rambuteau
75001 paris
metrolinien 1,4,7,11,14 und RER A,B - station les halles/chatelet

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