Freitag, 20. März 2009

MARKTTAG

marktszene in TAUNGGYI, burma

photography: copyright joerg lehmann


märkte sind für mich die erste berührung mit einem neuen ort auf einer reise. bevor ich museen oder andere künstlich aufgebaute bühnenbilder anschaue, gehe ich zum markt. hier komme ich in berührung mit dem herzen eines landes, dem esprit einer stadt und der sprache der menschen. nirgendwo kann man so unverfälscht den herzschlag einer minorität, eines dialekts, einer tradtition und der täglichen nahrungsaufnahme beobachten. die gerüche der ausgelegten waren, die vielfalt der angebote und auch die preise von lebensmitteln, erzählen mehr als gelesenes leisten kann. ob in rangoon, tokyo, hongkong, barcelona oder aix-en-provence, überall haben menschen entschieden, dass sie nicht nur einkaufen wollen, sondern das menschliche gespräch als zusätzliche nahrung benötigen. kommunikation, als der austausch von informationen und neuigkeiten ist ebenso wichtig wie die wahl der richtigen produkte. mich fasziniert die poesie des offensichtlich unwichtigen, des alltäglichen.
um zeuge dessen zu werden: keine reservierung erforderlich, das bühnenbild der       "commedia dell`arte" wird täglich wieder aufgebaut und man muss nicht in der ersten reihe sitzen.

Kommentare:

  1. Nach fast 5 Jahren in Paris leben wir nun seit einem Jahr in Kopenhagen, einer Stadt, wo Wochenmärkte nicht zum Alltag gehören. Der obige Kommentar trifft mein Herz .... - und sorgt einmal mehr für einen sehnsuchtsvollen Moment nach Frankreich

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  2. danke für die message. ich bin gerade in marokko und freue mich schon auf den souk. kopenhagen hat keinen markt??? ohlala, schade.
    wer hat denn geschrieben?
    joerg

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