Mittwoch, 18. März 2009

LE CROISSANT

photography: copyright joerg lehmann


kenner und kulturwissenschaftler sind sich in einem einig: niemand kann genau spezifizieren wo das CROISSANT (la lune croissante) wirklich seinen ursprung hat. ist mir eigentlich auch egal, ich muss wissen wo ich ein gutes finde. das ist zwar in paris kein sehr grosses problem, leicht ist es aber dennoch nicht.

in deutschland ist dieses schöne gebäck meistens nicht seinen namen wert. das croissant beim bäcker nebenan hat höchstens die form mit dem original gemein. wenn ich ein croissant in deutschland wäre, würde ich anzeige erstatten. es ist trocken, zu gross, geschmacklos, fade, pappig, schmierig, seinen euro nicht wert, frustrierend, den tag verderbend, seine freundin zum weinen bringend, zwischen den zähnen klebend usw. hier werden oft fertigteige benutzt, eingefroren und anderer blödsinn, um dem kunden den morgen so recht zu verderben. (und er bezahlt auch noch für die beleidigung!)

hier in frankreich sind auch nicht alle herzen rot, aber beim richtigen bäcker ist alles oben beschriebene umgekehrt, es zerfliesst geradezu auf der zunge, eine offenbarung!
man unterscheidet grundsätzlich zwischen einem CROISSANT BEURRE (mit butter) und das CROISSANT ORDINAIRE (mit margarine). das zweite ist wie ein bier ohne kohlensäure .....

um es zu einem erlebnis zu machen, muss der konditor ca. 50 verschiedene parameter einhalten.
z.b. die qualität von butter und mehl, die fermentierzeit des teigs, die art und weise die butter unter den teig zu heben, die hitze des ofens etc. etc.

VIVE LA FRANCE, VIVE LE CROISSANT!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen