Sonntag, 29. März 2009

FOIE GRAS oder WER BIN ICH?

essen verboten! gesehen im filmmuseum in osaka/japan

photography: copyright joerg lehmann


da gibt es doch immerwieder besserwisser und gutmenschen, die die gänsestopfleber (foie gras) mit schande und tierquälerei betiteln. ich empfehle zur überprüfung der voruteile eine produzentenfarm aufzusuchen. beispielsweise in der gascogne, wo man seit generationen dieser tradition nachgeht und die gourmands aus nah und fern, die stopfleber in allen ihren variationen geniessen. und es ist ein fest! mit sauternes oder einem leicht süssen aber mineralischen chenin blanc, mit feigenkonfitüre oder rieslinggelee: hier geht´s lang zum finale, hier fühle ich mich untergebracht und darf meinen schwächen schadlos nachgehen. natürlich geht`s auch getrüffelt oder mit artischocken gespickt, warum nicht auch in der pfanne geschwenkt oder mit kartoffeln ....

DAS ANDERE LEBEN:
was uns die miessmacher nicht erzählen: sie fliegen in alle himmelsrichtungen um ihren arsch nahtlos der sonne auszusetzen, sie lassen sich auf flughäfen mies behandeln und werden wie treibvieh an passkontrollen und durch endlose warteschlangen geschoben. sie lassen sich in flugzeugen, die legebatterien gleichen, in zu enge sitze zwängen. man gibt ihnen essen, das diesen namen nicht verdient hat. sie müssen essen, da sie hunger haben und sie werden freiwillig essen, halb auf dem knie des nachbarn, messer und gabeln in akrobatischer manier gen rachen schiebend. sie verteilen krümmel des trockenbrotes und fettaugen des zur schuhsohle durchgekochten fisches, sorgsam auf ihren hosen und hemden. sie sind glücklich, da man sich um sie kümmert und freuen sich, dass es ihnen besser geht als den enten und gänsen, die irgendwann zur fettleber werden.
kann das leben schöner sein?

GUTEN FLUG UND SCHÖNE FERIEN DANN!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen